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Neben dem Eingang soll der Aufzug fürs Benediktbeurer Rathaus gebaut werden.

Mehr Komfort für Gemeinde-Mitarbeiter

Benediktbeurer Rathaus bald barrierefrei

Benediktbeuern - Jetzt kommt der Aufzug doch direkt neben den Eingang. Das ist nur eine der Änderungen am geplanten Umbau des Benediktbeurer Rathauses, die der Gemeinderat nun beschlossen hat.

Wie Bürgermeister Hans Kiefersauer den Gemeinderäten erläuterte, soll der geplante Aufzug nun direkt links neben den Eingang hinkommen, statt wie ursprünglich geplant weiter vom Eingang entfernt am Ende eines Ganges. Zusätzlich neu eingeplant wurde im Erdgeschoss Richtung Gästepark ein Foyer für wartende Bürger. „Mit einer Tür, damit man ins Freie gehen kann.“ Die „gravierendste Änderung“ ist laut Kiefersauer ein Sanitärbereich im ersten Stock mit zwei Duschen – für Frauen und Männer. Warum es Duschen im Rathaus braucht? Weil es laut Kiefersauer Mitarbeiter gibt, die mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren. Und, weil ein Mitarbeiter des Rathauses auch für Kanalarbeiten zuständig ist. Er soll sich künftig nach derartigen Arbeiten duschen können. Im ersten Stock ist ebenfalls ein Behinderten-WC geplant.

Wie Kiefersauer ausführte, soll das Dachgeschoss im Zuge des barrierefreien Umbaus des Rathauses ausgebaut werden. „Das ähnelt jetzt einer Rumpelkammer. Da müssen wir entrümpeln.“ Hier sollen weitere Büros – unter anderem für den Bichler Bürgermeister – entstehen. Auch der Seniorenbeauftragte der Gemeinde werde hier künftig seinen Sitz haben. Da der Aufzug bis ins Dachgeschoss fährt, sei das kein Problem, sagte Kiefersauer.

Margarete Steffens regte an, dass das Gemeindearchiv nach erfolgtem Ausbau des Dachgeschosses öffentlich zugänglich sein sollte. „Das ist später so organisiert“, bejahte Kiefersauer. Wie der Bürgermeister informierte, soll das Rathaus durch den Umbau auch für Seh- und Hörbehinderte leichter zugänglich gemacht werden. Unter anderem soll der Sitzungssaal mit einer speziellen Technik ausgestattet werden, die es Hörbehinderte ermöglicht, mit geeigneten Hörgeräten die Sitzungen mitzuverfolgen.

Rudi Mühlhans kritisierte, dass die Gemeinderäte zu wenige eigene Ideen in die Umbauplanungen hätten einbringen können. Kiefersauer verwies auf die rund sechs Monate, in denen sich der Bauausschuss mit den Planungen befasst habe. Jeder, der hätte mitreden wollen, hätte zu diesen Sitzungen kommen können.

Mit Hinweis auf die vielen Großveranstaltungen im Dorf regte Mühlhans den Einbau einer öffentlichen Toilette im Rathaus an. Kiefersauer lehnte ab. „Im Rathaus finde ich das ungut.“ Möglicherweise könne ein öffentliches WC in der Gäste-Info eingerichtet werden. Auch Mühlhans’ Anregung, die Raumaufteilung unter den Mitarbeiten im neuen Rathaus anders zu regeln, lehnte Kiefersauer ab. „Die Raumaufteilung passt so zum Ablauf.“ Mühlhans Idee, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge einzurichten, fand dagegen Kiefersauers Zustimmung. „Da sind wir dran.“

Mit der Gegenstimme von Mühlhans stimmten die Räte den Änderungen zu und beschlossen, den Plan ans Landratsamt weiterzuleiten. „Wir sind auf der Zielgeraden“, so Kiefersauer.

Als erste grobe Kostenschätzung für den Rathausumbau stehen 1,1 Millionen Euro im Raum. Diese Summe ist laut Kiefersauer aber noch sehr vage. „Verlässlichere Zahlen“ erhalte man erst über die Ausschreibungen. In jedem Fall bekomme die Gemeinde für die energetische Sanierung und den barrierefreien Umbau einen Zuschuss in Höhe von 657 000 Euro. „Etwa 300 000 Euro werden wir noch selbst in die Hand nehmen müssen.“

Franziska Seliger

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