Wasser fließt aus einem Hahn in ein Glas.
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In Benediktbeuern wird nach der Ursache für die Keime im Trinkwasser geforscht.

Nach Verunreinigung

Benediktbeurer Trinkwasser: Qualität ist wieder einwandfrei

  • Alois Ostler
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Das Trinkwasser in Benediktbeuern ist wieder einwandfrei. Damit endet auch die Notwendigkeit, das Wasser abzukochen.

Update vom 25. August: Das Trinkwasser der Gemeinde Benediktbeuern ist wieder völlig keimfrei. Das Abkochgebot ist aufgehoben, und die Chlorung ist beendet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Benediktbeurer Rathauses hervor. „Unsere Wasserqualität ist wieder einwandfrei“, schreibt Bürgermeister Toni Ortlieb. Das belege der Endbericht der am 22. August genommenen Wasserprobe. Alle Grenzwerte belaufen sich auf Null. Damit werden nach Angaben des mit der Messung beauftragten Labors die für die Trinkwasserversorgung geltenden Grenzwerte eingehalten.

Update vom 21. August: Das Trinkwasser der Gemeinde Benediktbeuern weist wieder einwandfreie Qualität auf. Das ist das Ergebnis eines Vorab-Prüfberichts. Bis der endgültige Befund vorliegt, gilt weiterhin die Abkochanordnung. Das hat der Benediktbeurer Bürgermeister Toni Ortlieb am Freitag mitgeteilt. Demnach hat das Prüflabor in der untersuchten Wasserprobe keinerlei Anzeichen auf Clostiridium perfringes, coliforme Bakterien, E.coli oder Enterokokken festgestellt. Damit sind aus heutiger Sicht die oben genannten Werte negativ in der Auswertung, so Ortlieb. „Dies heißt, dass die Wasserqualität wieder einwandfrei ist.“ Der endgültige Bericht werde am Montag, 24. August, erwartet.

Die Ursachenforschung ist laut Ortlieb noch nicht abgeschlossen. Die vor zwei Wochen bekannt gewordene Verunreinigung werde „in dem Starkregenereignis von Anfang August gesehen“. Sobald der endgültige Befund vorliege, werde die Gemeinde mit dem Gesundheitsamt die weiteren Schritte abklären

Update vom 13. August: Die Bürger und Gäste der Gemeinde Benediktbeuern müssen auch weiterhin das Trinkwasser abkochen. Seit der vor einer Woche bekannt gewordenen Verunreinigung wird das Wasser auch gechlort. Diese chemische Aufbereitung werde bis Ende nächster Woche fortgeführt. Das sei notwendig, damit das gesamte Leitungsnetz wieder keimfrei werde. Das teilte der Benediktbeurer Bürgermeister Toni Ortlieb auf Anfrage der Heimatzeitung mit.

Den Rathauschef hat am Donnerstag eine positive Nachricht erreicht. Das Vorab-Ergebnis einer am vergangenen Dienstag am Tiefbrunnen entnommenen Probe weist demnach auf „keine Verunreinigung des Trinkwassers“ hin. Das lasse darauf schließen, dass die Verkeimung auf den Starkregen Anfang vergangener Woche zurückzuführen sei, so Ortlieb. Wie das Schmutzwasser ins Leitungsnetz kam, sei jedoch noch nicht geklärt.

Meldung vom 11. August:

Benediktbeuern – Das Trinkwasser in der Gemeinde Benediktbeuern wird weiterhin gechlort, und die Verbraucher müssen es bis auf Weiteres abkochen. „Die Untersuchungen haben bestätigt, was die Schnellproben vergangene Woche ergeben haben“, berichtet der Benediktbeurer Bürgermeister auf Nachfrage. Demnach gab es Überschreitungen der Grenzwerte bei Enterokokken, sogenannten coliformen Keimen und einen erhöhten E.-Coli-Wert, so Toni Ortlieb.

Wie es zu der Verunreinigung kommen konnte, ist bislang noch nicht geklärt. „Die Ursachenforschung hat erst begonnen“, sagt der Rathauschef. „Wir müssen wissen, wo die Schwachstelle ist.“ Dazu werte man derzeit alle verfügbaren Aufzeichnungen aus. Die nicht turnusgemäßen Wasserproben waren wie berichtet am vergangenen Mittwoch am Hochbehälter vorgenommen worden, nachdem die Gemeinde dort Einbauten hatte vornehmen lassen. Am Freitagvormittag lag dem Wasserwart das Ergebnis vor, „und der hat dann sofort mich verständigt“, sagt der Bürgermeister.

Ortlieb: Rathaus habe „die richtigen Schritte eingeleitet“

Das Rathaus habe dann unverzüglich „die richtigen Schritte eingeleitet“. Man habe die Abkochanordnung über die Zeitungen und Radiosender verbreitet. Es sei allerdings schwierig, „in so einer Situation jeden multimedialen Kanal zu erreichen“, räumt Ortlieb nach der Kritik an der Informationspolitik der Gemeinde ein. Aber er habe daraus gelernt, so der Bürgermeister zu den Vorwürfen in einem Leserbrief. Er werde „an sich arbeiten“.

Ortlieb weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Gemeinde alle wichtigen Einrichtungen wie Kindergärten, Schule und Altenheime sowie Lebensmittel verarbeitende Gewerbebetriebe und Gaststätten auf die Abkochanordnung hingewiesen habe. Diese bleibe so lange bestehen, bis das gechlorte Wasser jeden Abnehmer erreicht habe. Dazu werde man nacheinander die Hydranten an allen Stichleitungen aufdrehen, um diese Rohre zu spülen. Das trage dazu bei, dass das desinfizierte Wasser durch das gesamte Netz fließe. Auch die mit hohem Wasserverbrauch verbundene Bewässerung des Fußballplatzes am Samstag habe dazu einen wichtigen Beitrag geleistet.

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