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Gipfelkreuz an der Benediktenwand abgenommen

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Von: Christiane Mühlbauer

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Spektakuläre Aufnahme: Der Fall des Gipfelkreuzes an der  1801 Meter hohen „Benewand“.
Spektakuläre Aufnahme: Der Fall des Gipfelkreuzes an der 1801 Meter hohen „Benewand“. © Karl Allgäuer

Wer in nächster Zeit auf die Benediktenwand steigt, wird sich wundern: Seit Samstag gibt es dort kein Gipfelkreuz mehr. Die Feuerwehr Benediktbeuern hat es mit Unterstützung der Bergwacht abgebaut.

Benediktbeuern - Wie berichtet, soll das Kreuz nächstes Jahr anlässlich der Feier des 150-jährigen Bestehens der Feuerwehr erneuert werden. Wie Feuerwehrvorstand Sebastian Rieger berichtet, hatten sich die helfenden Männer und Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt. „Die ersten 30 Personen fuhren um 6 Uhr morgens, die zweiten 30 um 7 Uhr morgens los.“ Ab der Materialseilbahn ging es dann zu Fuß weiter zum Gipfel. Die Männer und Frauen hatten viele Kraxen, Motorsägen und Werkzeuge dabei, um das Kreuz zu zersägen und abzubauen.

Zwei Vaterunser gesprochen und Benediktenwandlied gesungen

Am Kreuz wurden zuerst zwei Vaterunser gesprochen und dann das Benediktenwandlied gesungen, bevor es mit der Demontage losging. Zuerst, berichtet Rieger, wurden die beiden Querbalken abgesägt, dann das Kreuz umgeschnitten. Die 15 Laufmeter Holz wurden in Teile mit jeweils 70 Zentimer Länge geschnitten, damit man sie in den Kraxen transportieren konnte. Auch Eisenteile, Seile, Verbindungen und Anker wurden gelöst und verstaut. Dann ging es zurück ins Tal.

Ein letztes Gruppenbild vor dem alten Kreuz: Die Helferinnen und Helfer von Feuerwehr und Bergwacht.
Ein letztes Gruppenbild vor dem alten Kreuz: Die Helferinnen und Helfer von Feuerwehr und Bergwacht. © Karl Allgäuer

Holz ist morsch

Die Aktion verlief ohne Unfälle. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Rieger. Denn schließlich war das Wetter alles andere als gut, es war nass und neblig. Das bisherige Kreuz stammte aus dem Jahr 1958. „Die Querbalken sind ziemlich faul“, sagt Rieger. „Eine Erneuerung ist auf jeden Fall nötig.“ Wo die abmontieren Teile lagern, wird nicht bekannt gegeben. Im kommenden Jahr wird es aber im Rahmen der Feierlichkeiten „etwas mit ihnen geben“, kündigt Rieger an.

Ungewohnter Anblick: Auf der 1801 Meter hohen Benediktenwand steht den Winter über kein Kreuz.
Ungewohnter Anblick: Auf der 1801 Meter hohen Benediktenwand steht den Winter über kein Kreuz. © Karl Allgäuer

2023 wird ein neues Kreuz hochgetragen

Die Vorbereitungen für das neue Kreuz sind bereits angelaufen. Auch darum kümmern sich Feuerwehr und Bergwacht. Es soll, wie schon 1958, wieder auf den Gipfel getragen werden. Die Aktion ist eine von mehreren, die die Feuerwehr Benediktbeuern anlässlich ihrer Jubiläumsfeiern plant.  

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