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„Gefährlicher Abstieg“ an der Benediktenwand: Wanderer (38) abgestürzt

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Von: Andreas Steppan

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Bei Kletterern beliebt ist die Nordwand der Benediktenwand – hier im Vordergrund die Hausstattalm. Im Winter sind die Routen, wenn überhaupt, aber nur für Könner zu empfehlen.
Bei Kletterern beliebt ist die Nordwand der Benediktenwand – hier im Vordergrund die Hausstattalm. Sie birgt aber auch gefährliche Stellen. © Patrick Staar

Ein Wanderer wurde bei einem Absturz an den Benediktenwand mittelschwer verletzt. Erst vor Kurzem hatte sich auf derselben Route ein tödlicher Bergunfall ereignet.

Benediktbeuern – Erst Mitte Juli war am sogenannten Maximiliansteig an der Benediktenwand eine Frau (51) aus Kaufbeuren ums Leben gekommen. Am Dienstag stürzte dort erneut ein Wanderer ab. Der Betroffene erlitt mittelschwere Verletzungen an Händen und Beinen.

Wanderer stürzt an Benediktenwand 30 Meter in die Tiefe

Nach Angaben der Polizei informierten Zeugen die Integrierte Leitstelle gegen 10.45 Uhr über den Absturz an der Nordseite der Benediktenwand. Ein 38-jähriger Niederländer wollte über den „Maximiliansteig“ von der Benediktenwand absteigen. Nach Worten der Polizei handelt es sich um einen „gefährlichen Abstieg“. Es sei kein offiziell ausgeschilderter Wanderweg, sondern überwiegend ausgesetztes steiles Gelände.

Bergunfall am „Maximiiansteig“ an der Benediktenwand

Der Niederländer verlor offenbar die Orientierung und stürzte etwa 30 Meter tief ab. Sein Glück im Unglück: Er kam auf einem Absatz zum Liegen, von dem es noch einmal 100 Meter weiter einen Abbruch hinunterging. Die Bergwacht habe den Mann mit Hilfe eines Hubschraubers gerettet, so die Polizei.

Nach der Erstversorgung durch die Bergwacht sei der 38-Jährige zur weiteren Behandlung in die Unfallklinik nach Murnau geflogen worden.

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