Waren aus Ettal zur Weihung nach Benediktbeuern gekommen: Abt Barnabas Bögle und die Bildhauermeisterin Margit Unterthiner. 
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Waren aus Ettal zur Weihung nach Benediktbeuern gekommen: Abt Barnabas Bögle und die Bildhauermeisterin Margit Unterthiner. 

Neue Attraktion im Loisachtal

Benediktusweg um das Kloster Benediktbeuern wurde am Sonntag eingeweiht

  • Felicitas Bogner
    VonFelicitas Bogner
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Rund um das Kloster Benediktbeuern gibt es nun neben Heilkräutergarten, der Moorlandschaft, den Erlebnispfaden und Co. noch einmal mehr zu entdecken: Mit den Gedanken und Impulsen aus der Regel des Heiligen Benedikt kann man nun auf einem Rundweg um das Kloster eine neue Skulptur und zwölf Stelen bewundern.

Benediktbeuern - Die lebensgroße Holzskulptur, auf der der Heilige Benedikt als junger Mann mit einfachem Mönchsgewand mit Abtstab, geöffnetem Buch und einem Raben eingeschnitzt ist, präsentiert „die nullte Station des neuen Benediktuswegs“, wie die Ettaler Bildhauermeisterin Margit Unterthiner erklärt. Sie war für die künstlerische Gestaltung der Skulptur zuständig. In Benediktbeurer Eschenholz schnitzte Unterthiner die Figur und bemalte sie anschließend mit Wachsfarben. Anlässlich der Eröffnung am Sonntag – dem Hochfest des Heiligen Benedikt – kam aus der Benedikterabtei Ettal Abt Barnabas Bögle. Er weihte die Skulptur ein. „Auch wenn es suspekt erscheint, dass ich nach den regenreichen vergangenen Tagen nun die Skulptur mit Weihwasser beträufele, soll es uns an unsere eigene Taufe erinnern“, sagte der Abt.

Unterwegs auf den Spuren des Heiligen Benedikt

Bürgermeister Anton Ortlieb, der zu Beginn der Feier ein Dankeswort an alle Beteiligten der Umsetzung des zweineinhalb Kilometer langen Benediktuswegs sprach, sieht darin einen Mehrgewinn für Benediktbeuern. Er hoffe, dass viele Menschen künftig den Weg gehen werden und die Impulse zum Denken des Heiligen aufnehmen. Der Rathauschef dankte den beteiligten Künstlerinnen und Organisatorinnen und überreichte ihnen jeweils ein kleines Präsent. Dies waren neben Unterthiner noch Petra Altmann (Autorin der Texte auf den Stelen), Sandra Rauchenberger (grafische Gestaltung der Tafeln) und Sabine Rauscher von der Tourist-Info (gesamte administrative Umsetzung der neuen Attraktion am Kloster).

Präsentierte vier der zwölf Stelen des Benediktuswegs: Buchautorin und Publizistin Petra Altmann. 

Auf den zwölf Stelen befinden sich Texte von der Autorin Petra Altmann zu den wesentlichen Themen, die der Ordensvater den Menschen mit auf den Weg geben wollte. Die Info-Stelen haben jeweils einen Bezug zu ihrem Standort wie auch die Texte zur Gegenwart. So etwa die achte Stehle „Die Bedeutung von Speise und Trank“. Sie ist auf dem Weg mit Blick auf den Speisesaal der Mönche aufgestellt. Die zehnte Stele mit dem Themenkomplex „Sorge für Kranke“ hat ihren Platz vor dem Heilkräutergarten.

Bezug zu aktuellen Themen und Impulsen aus dem Wirken des Heiligen Benedikt

Auch der Bezug zu aktuellen Themen war der Autorin nicht nur wichtig, sondern drängte sich bei genauerer Auseinandersetzung mit dem Heiligen förmlich auf. „Es passt fast alles in die aktuelle Gesellschaft und Zeit. Benedikt hat sich beispielsweise intensiv mit dem Thema generationenübergreifendes Miteinander auseinandergesetzt“, erklärte Altmann. „Er hätte wahrscheinlich geschmunzelt, wenn er wüsste, dass wir etliche Jahrhunderte später nun beginnen, über mit Mehrgenerationenwohnen nachzudenken.“ Und auch zur aktuellen Corona Lage sieht Altmann einen Bezug zu Benedikt. Denn dieser habe in seiner Regel stets auf „Reduktion auf das Wichtigste“ plädiert. „Genau das hat der Lockdown für uns mitgebracht. Die Texte auf den Stelen können auch angehört werden. Über QR-Codes kann man weitere Informationen zu den Themen abrufen.

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