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Das Alpenwarmbad in Benediktbeuern ist an heißen Tagen ein Besuchermagnet. Die Mitarbeiter brauchen Zahlen, wie viele Gäste sich auf dem Gelände befinden.

Alpenwarmbad

Beschwerden über Schwimmbad-Eintrittspreise: Benediktbeuern berät noch einmal

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In Benediktbeuern gibt es anhaltende Beschwerden über die jüngst erhöhten Eintrittspreises im Schwimmbad. 

Benediktbeuern – Die Gemeinde Benediktbeuern will sich in den kommenden Monaten nochmal mit den Eintrittspreisen im Schwimmbad beschäftigen. Hintergrund ist, dass sich Bürger mit diesem Anliegen immer wieder an verschiedene Gemeinderäte wenden, kam nun in der jüngsten Sitzung zur Sprache. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat heuer zum ersten Mal seit fünf Jahren die Preise erhöht. Eine Einzelkarte kostet jetzt für Erwachsene 8 Euro (bislang 6,50 Euro), für Kinder 4 Euro. Eine Familientageskarte kostet 20 Euro (bislang 17,50 Euro), eine Familienjahreskarte 200 Euro (bislang 170 Euro). Für eine Saisonkarte zahlen Erwachsene 96 Euro, Kinder 48 Euro. Letzteres staffelt sich für Geschwisterkinder.

Ein Defizit bleibt im Haushalt der Gemeinde trotzdem bestehen. Dennoch: „Die Erhöhung sorgt für Unmut“, berichtete Dorothea Bugl. Viele würden sich als Entgegenkommen eine Verlängerung der Öffnungszeiten wünschen. Für die Bademeister sei das aber nicht leistbar, sagte Zweiter Bürgermeister Hanns-Frank Seller. Derzeit ist das Bad an schönen Tagen von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Die Bademeister müssten anschließend noch alles putzen und aufräumen. Wäre das Bad länger offen, würde das bedeuten, dass die Bademeister erst um 22 Uhr Dienstschluss hätten. „Das geht nicht. Sie sind eh’ schon am Limit“, sagt Seller. Ähnlich äußerte sich Marcus Schwabenland.

Eintrittspreise fürs Schwimmbad: „Gemeinde muss wirtschaftlich denken“

Man habe über die Preiserhöhung lange diskutiert, sagte Seller. „Man darf nicht vergessen, dass auch jetzt der Eintritt immer noch von der Gemeinde subventioniert wird“, sagte er. Lange Zeit sei man bei den Preisen sehr günstig gewesen, aber letztlich müsse auch die Gemeinde wirtschaftlich denken, so Seller. Dritte Bürgermeisterin Margarete Steffens schlug vor, einen Kurzbadetarif einzuführen. Schwabenland schloss sich der Idee an.

An schönen Sommertagen ist das Freibad oft brechend voll. „Die Mitarbeiter wünschen sich dringend einen neuen Eingangsbereich, zum Beispiel mit einer Drehtür, damit man einen Überblick hat, wie viele Besucher im Bad sind“, sagte Steffens weiter. Für die Drehtür habe man schon Angebote eingeholt, das Vorhaben jedoch vor der Saisoneröffnung nicht mehr umsetzen können, berichtete Verwaltungsmitarbeiterin Inge Ambrugger.

Der neue Bürgermeister Toni Ortlieb will die Drehtür jetzt im Bauausschuss und die Eintrittspreise im Tourismusausschuss mit den Ratsmitgliedern besprechen. müh

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