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Unter der Leitung von Bildungsmanagerin Stefanie Haser (li.) stellten sich Vereine und Gemeinden den Flüchtlingen vor. Unser Bild zeigt (ab 2. v. li.) Peter Sindlhauser (TSV), Wolfgang Peschl (Gartenbau- und Verschönerungsverein), Benedikt Pössenbacher (Bürgermeister Bichl), Agathe Kießling (Gartenbau- und Verschönerungsverein), Christian Kellner (Bergwacht Benediktbeuern), Hanns-Frank Seller (Feuerwehr Benediktbeuern), Markus Schambeck (Bergwacht), Hans Kiefersauer (Bürgermeister Benediktbeuern) sowie Sebastian Bugl und Konrad Schmid (Musikverein Benediktbeuern). Foto: arp

Besondere Veranstaltung im Pfarrhof in Benediktbeuern

Vereine ermuntern Flüchtlinge zum Engagement

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Benediktbeuern/Bichl – Flüchtlinge müssen in Deutschland nicht nur mit dem demokratischen System vertraut werden, sondern auch das gesellschaftliche Leben kennenlernen.

Wie man sich vor Ort engagieren kann, erklärten nun zahlreiche Vereinsvertreter den Flüchtlingen in Benediktbeuern und Bichl. Die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Vollmar-Akademie in Kochel durchgeführt wurde, fand am Dienstag im Pfarrhof in Benediktbeuern statt.

In den beiden Gemeinden leben derzeit 74 Flüchtlinge, vor allem aus Afrika. Rund 20 von ihnen waren zu der Veranstaltung gekommen. Weil noch nicht alle so gut Deutsch sprechen, gab es Übersetzungen ins Französische und in die Landessprache Eritreas (Tigrinya). Einige der Kinder sind schon recht gut ins Dorfleben integriert, etwa bei den Pfadfindern und im Fußball. Doch auch die Erwachsenen sollen ermuntert werden, sich in Vereinen zu engagieren.

Sebastian Bugl vom Musikverein Benediktbeuern hatte eigens eine CD und eine Trompete mitgebracht, um den Flüchtlingen Musik vorzuspielen. Die Bergwacht Benediktbeuern zeigte Bilder, wo und wie sie Menschen hilft und sich um den Naturschutz kümmert. Hanns-Frank Seller berichtete zusammenfassend von Aufgaben und Kameradschaft bei der Feuerwehr. Zusammen mit den Kollegen aus Bichl wollen die Floriansjünger demnächst nochmal eine eigene Veranstaltung für Flüchtlinge machen, um die Ausbildung ganz genau zu erklären. Auf großes Interesse stießen auch die Ausführungen von Sportverein-Vorstand Peter Sindlhauser. Er stellte die verschiedenen Sparten vor und hatte Broschüren dabei. Auch der Garten- und Verschönerungsverein nutzte die Möglichkeit der Vorstellung. Einige der Flüchtlinge beteiligen sich bereits am interkulturellen Gemeinschaftsgarten des ZUK.

Dank der Dolmetscher konnten auch die beiden Helferkreise aus Benediktbeuern und Bichl den Flüchtlingen grundlegend ihre Strukturen erklären, was mit großem Interesse aufgenommen wurde.

Für viele Asylsuchenden steht erstmal das Erlernen der deutschen Sprache im Mittelpunkt. Für die Mitarbeit bei Feuerwehr oder Bergwacht sei das eine grundlegende Voraussetzung, wurde bei der Vorstellung betont. Trotzdem wurden die Flüchtlinge ermutigt, sich überall einzubringen. „Denn in Vereinen findet zwanglose Kommunikation und spielerische Integration statt“, hob Benediktbeuerns Bürgermeister Hans Kiefersauer die Bedeutung der Vereine heraus. Sein Bichler Amtskollege ermunterte ebenfalls dazu und bat auch die Helferkreise, für die Vereine zu werben.  

Weitere Infos: Die Kochler Vollmar-Akademie bietet allen interessierten Gemeinden diese Veranstaltung mit Dolmetschern an. Weitere Infos bei Stefanie Haser unter Telefon 0 88 51/78 33.

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