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Stammkunden: Elisabeth und Peter Mittelbach kaufen jedes Jahr in der „Waldwerkstatt“ von Brigitte Krüger ein.

Christkindlmarkt Benediktbeuern 

Besuchermagnet füllt das Klosterdorf

Auch heuer war er ein Besuchermagnet: Der Altbayerische Christkindlmarkt in Benediktbeuern. Am Sonntag lockte er wieder Menschen aus nah und fern ins Klosterdorf. Viele kommen jedes Jahr.

Benediktbeuern Ein Geheimtipp ist er schon lange nicht mehr. Doch obwohl der Benediktbeurer Christkindlmarkt Jahr für Jahr regelrechte Besucherströme in den Ortskern des Klosterdorfs lockt, bis es ab dem späten Nachmittag kaum mehr ein Vorwärtskommen zwischen den mit Daxen geschmückten Buden gibt, kommen viele jedes Jahr hierher.

So auch Elisabeth und Peter Mittelbach. Das Ehepaar aus Bad Wiessee ist extra früh aufgestanden an diesem zweiten Adventssonntag, um schon gegen 10 Uhr in Benediktbeuern zu sein. „Der Christkindlmarkt hier ist einfach besonders schön“, begründet Peter Mittelbach, warum er mit seiner Frau jedes Jahr wiederkommt. Als erfahrene Besucher wissen die beiden aber auch, dass man gut daran tut, rechtzeitig auf dem Christkindlmarkt zu sein. „Sonst kriegt man ja nix mehr.“

Wie jedes Jahr schauen sie zuerst am Stand von Brigitte Krüger vorbei. Die Großweilerin verkauft in ihrer „Waldwerkstatt“ unter anderem prächtige Gestecke und Christbaumschmuck aus Naturmaterialien. Dinge, die bei den Besuchern reißenden Absatz finden. Heuer hat sie bereits ab 9 Uhr erste Gebinde verkauft, wie sie sagt. Viele ihrer Käufer sind Stammkunden. „Sie kommen ganz gezielt hierher.“ Für Krüger hat der Markt in Benediktbeuern trotz der vielen Besucher, die mitunter von Reisebussen hergefahren werden, seinen Reiz nicht verloren, denn: „Er hat einfach ein tolles Ambiente.“ Außerdem werde hier noch viel Handwerkliches verkauft, und viele Vereine beteiligten sich mit eigenen Ständen. Das gefällt ihr.

„Und der Umsatz ist auch nicht schlecht“, begründet Bernd Stüber aus München, warum er seit einigen Jahren seine Töpferwaren hier verkauft. Ab 10 Uhr füllt sich die Dorfstraße zusehends mit Menschen, die von Bude zu Bude schlendern. Besucher halten ihre erste Tasse Glühwein in der Hand, essen eine Fischsemmel oder suchen sich aus dem reichhaltigen Angebot an Mistelzweigen am Stand der Benediktbeurer Bergwacht das schönste Gebinde aus.

Gleich daneben hatte die Kindertagesstätte Don Bosco ihren Stand aufgebaut, angefüllt mit vielen liebevoll gebastelten kleinen Weihnachtsgeschenken. „Wir haben dafür eine ganze Bastelwoche mit den Eltern veranstaltet“, erklärt Stephanie Brucker die große Vielfalt.

Gleich mit drei Buden ist der Frauenbund auf dem Markt präsent. In einem gibt es filigranen Christbaumschmuck und winzige Kripperl zu kaufen – alles von den Mitgliedern selbst gebastelt, wie Veronika Jocher stolz verrät. Und: Der gesamte Erlös werde gespendet. Unter anderem für Notfälle im Dorf.

Keine Frage: Das Angebot an weihnachtlichen Präsenten, Kunsthandwerk, selbst gemachten Leckereien und vielem mehr war auch heuer wieder gewaltig. Noch bevor der Andrang zum Nachmittag hin weiter zunahm, war das Ehepaar Mittelbach wieder auf dem Heimweg. Im Kofferraum viele kleine Geschenke für die Lieben zuhause. Aber nächstes Jahr wollen sie wiederkommen – so wie viele andere auch.

Franziska Seliger

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