Der Eingang zur Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern an der Westseite im Maierhof des Klosters Benediktbeuern.
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Der Eingang zur Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern an der Westseite im Maierhof des Klosters Benediktbeuern.

Änderungsmaßnahmen

Bezirkseinrichtung im Maierhof des Klosters Benediktbeuern steht vor Umgestaltung

  • Alois Ostler
    vonAlois Ostler
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Die Bezirkseinrichtung im Maierhof des Benediktbeurer Klosters will einige Dinge strukturell ändern. Wie es schlussendlich konkret geregelt wird, stehe noch offen.

Benediktbeuern – Die Fachberatung Heimatpflege zieht voraussichtlich aus dem Kloster Benediktbeuern aus. Die Einrichtung des Bezirks Oberbayern hat seit 2004 ihren Sitz im Westflügel des Maierhofs. Hier ist auch der zeitweilige Arbeitsplatz von Bezirksheimatpfleger Norbert Göttler. „Es sind Veränderungen im Gange, aber das ist alles noch nicht konkret“, sagt der renommierte Heimatforscher auf Nachfrage.

Wie auch immer der Umwälzungsprozess verlaufen werde, Benediktbeuern wird auf alle Fälle „ein wichtiger Standort des Bezirks Oberbayern bleiben“, versichert Göttler. Er selbst ist regelmäßig in Benediktbeuern und will das auch beibehalten. Als Mieter habe der Bezirk in den vergangenen 16 Jahren viel in die Räume investiert. Jetzt müsse man sich für die Zukunft aufstellen. „Wir machen uns Gedanken, wie es um unsere Einrichtungen im Jahr 2030 ausschaut“, sagt Göttler.

„Der Bezirk ist weiterhin in Benediktbeuern präsent“

Neben der Heimatpflege, die vor 16 Jahren als Heimatpflege-Informationszentrum (HIZ) im Klosterdorf Einzug hielt, ist bekanntlich auch das Trachten-Informationszentrum (TIZ) im Maierhof untergebracht – mit bislang mehr als 20 000 Kleidungsstücken. Möglicherweise wird diese Sammlung und auch die Bildungseinrichtung weiter ausgebaut, sagt Kerstin Schwabe von der Pressestelle des Bezirks. Wegen Corona sei derzeit allerdings noch vieles ungewiss.

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Heimatpflege zieht sich zurück, bleibt aber da

Fest steht nach Auskunft der Pressestelle, dass zwei Heimatpflege-Sachbearbeiter aus Benediktbeuern abgezogen werden sollen. „Die sind in der Hauptsache mit der Bearbeitung von Förderanträgen beschäftigt“, sagt Schwabe. Das geschehe derzeit ohnehin weitgehend aus dem Homeoffice und funktioniere bestens. Die Verlagerung in die Landeshauptstadt bringe auch Synergieeffekte mit sich. Eine Teilzeitkraft, die in Benediktbeuern nicht nur für die Heimatpflege, sondern auch für das Freilichtmuseum Glentleiten arbeite, werde ebenfalls nach München wechseln. „Der Bezirk ist weiterhin in Benediktbeuern präsent“, versichert Schwabe. Es ergebe sich nur eine kleine Verschiebung. Mit vielen sehenswerten Ausstellungen habe man sich einen guten Ruf erarbeitet. Den gelte es hochzuhalten. Die Fachberatung hat sich zum Ziel gesetzt, „Tradition und Moderne in Einklang zu bringen, um so Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verbinden“.

Bezirkseinrichtung hat breites Aufgabenspektrum

Die Bezirkseinrichtung verfügt über ein breites Aufgabenspektrum: Zum einen kümmert sich die Fachberatung Heimatpflege um das bauliche und kulturlandschaftliche Erbe Oberbayerns, konkret um die finanzielle und konzeptionelle Erhaltung von rund 25 000 Denkmälern, darunter Burgen, Kirchen, alte Bauernhäuser und öffentliche Gebäude. Zum anderen berät sie Einzelpersonen, Vereine und Behörden in allen Fragen der Regionalkultur – vom umwelt- und kulturverträglichen Tourismus bis hin zur Pflege von Sprache und Dialekten.

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