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Die freiwilligen Helfer schneiden einen zugewachsenen Wanderweg im Moos frei und sanieren die Strecke.

„Sozialer Tag“ eines Unternehmens in Benediktbeuern

Blaumann statt Maßanzug: Software-Experten pflanzen Bäume und bauen Nistkästen

Mistgabel und Gummistiefel statt Laptop und Smartphone, Blaumann statt Anzug: Bereits zum zweiten Mal kamen rund 180 Mitarbeiter des Software-Unternehmens „VMware“ nach Benediktbeuern, um einen Tag lang dem Kloster unter die Arme zu greifen.

Benediktbeuern Die IT-Experten sanierten an diesem „Social Day“ unter anderem Wege, pflanzten Bäume oder bauten Nistkästen. „Unsere Firma hat einen Wertekontext“, erläuterte Armin Müller, der Vize-Präsident der deutschen Niederlassung in München. Denn „VMware“ ist ein internationaler Großkonzern mit Sitz im Silicon Valley (USA). Wie Müller erklärte, sei die Firma sehr erfolgreich und verdiene viel Geld. Über soziales Engagement wolle man wieder etwas an die Gesellschaft zurückgeben. „Das versuchen wir zu leben bis runter zu den Mitarbeitern“, so Müller.

Neben der Vogelbeobachtungsstation Moosmühle wird fleißig gewerkelt

Deshalb unterstütze die Firma auch das soziale Engagement ihrer Mitarbeiter: Jährlich könnten sie 40 Arbeitsstunden einsetzen, um sich für die Gemeinschaft einzusetzen – beispielsweise im Waisenhaus in München oder eben im Kloster Benediktbeuern. Aus ganz Deutschland seien Mitarbeiter dafür eigens angereist, so Müller. Mancher habe sogar seine eigene Kreissäge im Koffer mitgebracht, um hier kräftig Hand anlegen zu können. Unter anderem seien an nur einem Tag zugewachsene Wanderwege im Moos freigeschnitten, Wiesen per Sense gemäht, Stege saniert und das Obst an den Bäumen geerntet worden.

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2017 war „VMware“ laut Müller das erste Mal zum freiwilligen Arbeitsdienst im Kloster – mit Erfolg. Damals seien unter anderem Räume saniert worden. Gerne würde Müller in den nächsten Jahren seine IT-Experten wieder hier in Benediktbeuern werkeln lassen – immer vorausgesetzt natürlich man werde auch wirklich gebraucht. „Wenn man uns wieder haben will, kommen wir gerne ein weiteres Mal.“  (fn)

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