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Zufrieden mit 2015: Bürgermeister Hans Kiefersauer (re.) legt in der Bürgerversammlung den Jahresbericht vor. 

Bürgerversammlung Benediktbeuern

Volle Kindergärten, sinkende Schülerzahlen

Benediktbeuern – Für Hans Kiefersauer war 2015 „ein arbeitsintensives aber auch erfolgreiches Jahr“. In der Bürgerversammlung am Mittwoch fasste der Benediktbeurer Bürgermeister das Geleistete zusammen und gab einen Ausblick auf Pläne und kommende Vorhaben.

Es gab so einiges zu berichten über Geleistetes, Geplantes und Statistisches. Etwa darüber, dass die Bevölkerung von Benediktbeuern harmonisch wächst. Von 2014 auf 2015 um knapp ein Prozent wie Kiefersauer sagte, der zunächst auf die Situation in den beiden Kindergärten einging. Insbesondere der Gemeindekindergarten sei „praktisch voll ausgelastet“. „Daran wird sich auch im kommenden Jahr nicht viel ändern“, so Kiefersauer.

Anders dagegen ist die Lage an der Grund- und Mittelschule. Dort sinken die Schülerzahlen „dramatisch“. Aktuell liegt sie bei 348. Ein Grund dafür ist für den Gemeindechef die Tatsache, dass Eltern ihre Kinder „heute nur noch auf Gymnasium und Realschule schicken wollen“. Kiefersauer appellierte an Ausbilder und Arbeitgeber: „Schrauben Sie ihr Anforderungsprofil zurück. Geben Sie Mittelschülern eine Chance.“

Eine „Erfolgsgeschichte“ ist für den Gemeindechef die örtliche Pfarr- und Gemeindebücherei. Seit ihrem Umzug in größere Räume hätten sich die Nutzer- sowie die Ausleihzahlen deutlich nach oben entwickelt. Kiefersauer informierte die Zuhörer in der „Post“ über den leichten Rückgang der Gästeankünfte, über die Anschaffung eines generalüberholten Pistenfahrzeugs statt der defekten Pistenraupe, über das Aufstellen barrierefreier Ampeln an der Bundesstraße und über die Erweiterung des Gewerbegebiets.

Außerdem stellte er kurz das geplante Projekt „Streuobstwiese“ vor. Sie soll gegenüber dem Hotel Friedenseiche entstehen und den Bürgern alte Benediktbeurer Obstsorten, ihre Verarbeitung sowie die Arbeit der Bienen näher bringen. Zusätzlich sollen – „falls gewünscht“ – Gemüsebeete für Bürger angelegt werden. Kiefersauer rechtfertigte das Fällen alter Bäume. Das sei aus „sicherheitstechnischen Gründen“ notwendig gewesen. Er kündigte nach Möglichkeit Ersatzpflanzungen an.

Erstmals habe das generalsanierte Schwimmbad 2015 „eine schwarze Null geschrieben“. Die Besucherzahlen seien von 2014 auf 2015 von 15 240 auf fast 34 000 gestiegen – ein Plus von über 100 Prozent. „Unser Bad ist also ein echter Publikumsmagnet.“ Nach der Badesaison sollen heuer noch einige Sanierungsarbeiten erfolgen; etwa an der alten Heizungsanlage. Auch an der Wasserversorgung gibt es etwas zu tun. „Wir werden verstärkt in ihre Modernisierung investieren“, kündigte Kiefersauer an.

Rohrbrüche kämen immer häufiger vor. Heuer sind dafür – etwa für die Meichelbeckstraße – rund 160 000 Euro im Haushalt eingeplant. „Ein gewisses Sorgenkind“ ist für Kiefersauer auch der Zustand der Ortsstraßen. Einige – etwa die Asamstraße – „müssen hergerichtet werden“. Bei Anliegerversammlungen sollen die Grundbesitzer rechtzeitig über die entstehenden Kosten informiert werden.

Franziska Seliger

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