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Martin Heinz rührt die Werbetrommel fürs Carsharing in Benediktbeuern.

„Ökomobil Pfaffenwinkel“

Carsharing für Studenten und Gäste

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Das Projekt Carsharing nimmt in nun auch in Benediktbeuern Fahrt auf. Der Verein Ökomobil Pfaffenwinkel, der das Modell vor zwei Jahren hier ins Leben rief, rührt die Werbetrommel – mit Sonderkonditionen für Studenten und Gäste.

Benediktbeuern – Die Idee vom Gemeinschaftsauto ist mittlerweile im Loisachtal angekommen – auch wenn es etwas gedauert hat. „Autos und Frauen verleiht man nicht einmal an den besten Freund.“ Gegen diese vermeintliche Volksweisheit musste der in Weilheim ansässige Verein Ökomobil Pfaffenwinkel eine Zeitlang ankämpfen. Inzwischen findet das Vereinsziel vom Autoteilen immer mehr Interessierte. „Das Carsharing ist so gut angelaufen, dass wir ein zweites Auto angeschafft haben“, berichtet Martin Heinz. Er ist seit gut einem Jahr Geschäftsführer bei „Ökomobil Pfaffenwinkel“.

Für die derzeit 15 privaten Nutzer aus Benediktbeuern und Umgebung stehen ein Skoda Fabia und ein Fiat Panda zur Verfügung. Die zwei Pkw haben ihren Standplatz am Rathaus in Benediktbeuern. Zu den besten „Großkunden“ zählt die Gemeinde Benediktbeuern. „Die Kommune konnte so ihren Fuhrpark verkleinern“, sagt Heinz. Für kleine Besorgungen oder Dienstfahrten werden nämlich die Carsharing-Autos ausgeliehen. Heinz: „Das wäre bestimmt auch für andere Organisationen oder Firmen eine Option.“

Die Auslastung der beiden Fahrzeuge beträgt 15 Prozent. Die Auslastung aller „Ökomobil“-Autos liegt bei 20 Prozent. „Das könnte besser sein“, sagt Heinz. Aber die Nutzung sei immer noch effektiver als die von Privatautos, „die 95 Prozent des Tages nur rumstehen“. Der Fuhrpark verteilt sich auf die Orte Weilheim, Peißenberg, Peiting, Schongau, Bernried, Murnau und Penzberg. Die Nutzer reservieren sich die Autos spontan oder im Voraus und können aus dem Fuhrpark das passende Modell und den nächsten Standort aussuchen.

Für wen kommt Carsharing in Frage? „Das muss jeder für sich selbst ausrechnen“, sagt Heinz. Als Faustregel gelte: Wer weniger als 9000 Kilometer jährlich fährt, für den sei das Autoteilen günstiger als ein eigener Pkw. „Ein Zweitauto lässt sich gut durch Carsharing ersetzen“, sagt der Geschäftsführer. Lediglich für Berufspendler, die täglich auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen sind, sei das Modell Autoteilen nicht geeignet.

Nun will der Verein speziell Feriengäste und Studenten im Loisachtal anwerben. „Urlauber können umweltfreundlich mit der Bahn anreisen und hier am Ort für Tagesausflüge ein Carsharing-Auto benutzen“, empfiehlt Heinz. Auch Studenten will er in der „Hochschulgemeinde“ Benediktbeuern gewinnen, und zwar mit verminderter Kautionseinlage und ohne Anmeldegebühr. „So sind die jungen Leute ohne eigenes Auto mobil und sparen dadurch die hohen Fixkosten.“ Alle Details stellt Heinz kommende Woche bei einer Informationsveranstaltung vor.

Infoabend

zum Carsharing in Benediktbeuern am Dienstag, 20. März, um 19 Uhr im Gasthof Post in Benediktbeuern.

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