Der neue und alte Vorstand des Vereins Carsharing Pfaffenwinkel (v. li.): Wolfgang Hinrichs (alt), Erich Zimmermann (alt), Markus Graf (neu), Martin Okrslar (neu), Christa Zimmermann (alt), Monique Stucky (neu) und Gottlinde Singer (bleibt). 

„Ökomobil Pfaffenwinkel“ 

Carsharing in der Erfolgsspur

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Das Gemeinschaftsauto findet immer mehr Freunde – zumindest im Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau. Der Verein Ökomobil Pfaffenwinkel will das Projekt Carsharing auch im Loisachtal ausbauen.

Benediktbeuern – Das Carsharing boomt: rund 300 Personen nutzen im Pfaffenwinkel ein Gemeinschaftsauto. Sie haben im Jahr 2017 rund 4800 Fahrten absolviert, sind dabei 230 000 Kilometer gefahren und haben der Umwelt damit rund 250 Autos gespart. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Projekt demnach um gut zehn Prozent gewachsen. Diese Zahlen legte Erich Zimmermann jetzt in der Mitgliederversammlung vor. Für den 80-Jährigen war es zugleich seine letzte als Vorsitzender. Zimmermann hatte vor 18 Jahren den Verein gegründet und war seither stets Motor des Vereins Ökomobil Pfaffenwinkel gewesen. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Martin Okrslar aus Ohlstadt.

Der neue Vorsitzende steht hinter der Expansion des Vereins im Loisachtal. Seit zwei Jahren ist das Carsharing in Benediktbeuern möglich (wir haben berichtet). 15 private Nutzer aus dem Klosterdorf und der Umgebung leihen sich den Skoda Fabia oder den Fiat Panda aus, die ihren Standplatz am Rathaus Benediktbeuern haben.

„Wir wünschen uns noch mehr Nutzer und eine bessere Auslastung“, sagt Martin Heinz. Er ist seit gut einem Jahr hauptamtlicher Geschäftsführer bei „Ökomobil Pfaffenwinkel“. Vor einem Monat hat er in Benediktbeuern die Werbetrommel gerührt, um Studenten und Gäste auf das Carsharing-Angebot aufmerksam zu machen. Auch wenn nur eine Handvoll Interessierte zu dem Infoabend kam, so war die Initiative laut Heinz dennoch erfolgreich. „Wir haben mit zwei Besuchern bereits einen Vertrag geschlossen“, sagt er. Die Erfahrung zeige, dass die Expansion nur langsam vorankomme. Wichtig sei, dass das Angebot aufrechterhalten bleibe. In Benediktbeuern habe man gut Fuß fassen können, weil die Gemeinde zu den „Großkunden“ des Vereins Ökomobil Pfaffenwinkel zähle. Die Kommune leiht wie berichtet für kleine Besorgungen oder Dienstfahrten die Carsharing-Autos aus. Die Gemeinde konnte laut Heinz so ihren Fuhrpark verkleinern.

Der neue Vorsitzende berichtete bei der Verabschiedung aus den Anfangsjahren von Carsharing Pfaffenwinkel: „Alles begann mit einem grünen VW Passat und zwei weiteren Privatautos, die sich im Jahr 2000 einige vom Carsharing Begeisterte zu teilen begannen“, sagte Okrslar. „Man meldete, wann das eigene Auto zu Verfügung stand; Erich und Christa Zimmermann koordinierten die Buchungen, und die Nutzer klingelten dann daheim bei denen, die ihr Auto zu Verfügung stellten.“ So ging das laut Okrslar knapp drei Jahre, bis der Verein eigene Autos anschaffen konnte.

Das Ehepaar Zimmermann habe in den 18 Jahren des Aufbaus Enormes geleistet: Von der Buchhaltung und Verwaltung, bis zur Bewirtschaftung der Autos, Entgegennahme von Buchungs-Anrufen, Organisation der Reparaturen, Notfall-Einsätze, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Okrslar: „Jede Woche sind 20 bis 30 Stunden in das Carsharing geflossen – und das 18 Jahre lang, rein ehrenamtlich.“

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