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Das Alpenwarmbad erhöht seine Preise

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Von: Franziska Seliger

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Das Alpenwarmbad in Benediktbeuern: In der nächsten Saison ändern sich hier einige Tarife. Manche werden ganz wegfallen, neue kommen hinzu.
Das Alpenwarmbad in Benediktbeuern: In der nächsten Saison ändern sich hier einige Tarife. Manche werden ganz wegfallen, neue kommen hinzu. © ARP/A

Für die Freibad-Saison im nächsten Jahr erhöht die Gemeinde Benediktbeuern einige Eintrittspreise in ihrem Alpenwarmbad. Außerdem fallen mehrere Tarife weg – unter anderem die Familienkarten. Auch die Öffnungszeiten könnten verkürzt werden.

Benediktbeuern – Viel hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren investiert, um ihr Alpenwarmbad attraktiver zu machen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sprach Anton Lugauer von rund vier Millionen Euro, die in die Sanierung des kommunalen Freibads geflossen seien. Zwar hatte die Gemeinde erst im Mai 2019 die Eintrittspreise erhöht (wir berichteten), wegen der Corona-Pandemie seien 2020 und 2021 die Einnahmen aber stark eingebrochen, erläuterte Kämmerer Florian Hlawatsch. Habe das Defizit des Bads ohne Restaurantbetrieb 2019 noch bei rund 80 000 Euro gelegen, so habe es 2021 rund 278 000 Euro betragen (ohne kalkulatorische Verzinsung und Abschreibung). Gründe sind neben der reduzierten Besucherzahl wegen der Pandemie auch gestiegene Personalausgaben durch eine neu eingestellte Kraft sowie hohe Reinigungskosten. „Oft brauchen wir uns solche Ausreißerjahre nicht leisten“, kommentierte Bürgermeister Anton Ortlieb das Defizit.

Kinder sollen nun schon ab sechs Jahren Eintritt zahlen

Mussten Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres bisher keinen Eintritt bezahlen, so wird sich das nun ändern: Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, die Eintrittspreise für Kinder zwar nicht zu erhöhen. Künftig werden Kinder aber nur noch bis zu ihrem vollendeten fünften Lebensjahr freien Zugang ins Bad erhalten. Kämmerer Hlawatsch begründete diese Entscheidung damit, dass insbesondere die jüngeren Besucher hohe Kosten verursachen. Beispielsweise weil wegen ihnen die Becken häufiger gereinigt werden müssen.

Künftig weniger verschiedene Tarife

Grundsätzlich beschloss der Gemeinderat, künftig weniger verschiedene Tarife anzubieten. So werden ab der nächsten Freibadsaison die Familientageskarte sowie die Familienjahreskarte komplett wegfallen. Wie Bürgermeister Ortlieb sagte, seien diese Karten in der Vergangenheit von Besuchern oft „missbraucht“ worden, indem beispielsweise zwei Erwachsene mit vier bis fünf angeblich eigenen Kindern gekommen seien. Mit dem erst kürzlich neu eingeführten Kassensystem seien diese beiden Tarife auch nur noch umständlich darzustellen, so Kämmerer Hlawatsch.

Auch die Punktekarte wird es nicht mehr geben. Sie lasse das neue Kassensystem gar nicht mehr zu. Noch im Umlauf befindliche Punktekarten verfallen aber nicht. „Sie werden weiterhin angenommen“, versicherte Hlawatsch. Statt der Punktekarte soll es im nächsten Jahr eine Geldwertkarte geben.

Tageskarte soll einen Euro teurer werden

Einstimmig sprach sich der Gemeinderat außerdem dafür aus, den Preis für die Tageskarte für einen Erwachsenen um einen Euro auf dann neun Euro zu erhöhen. Allein durch diesen einen Euro mehr, so rechnete Kämmerer Hlawatsch vor, könne die Gemeinde rund 10 000 Euro pro Saison mehr einnehmen. Der Preis für eine ermäßigte Tageskarte wird ebenfalls um einen Euro auf acht Euro angehoben.

Neu eingeführt wird eine Nachmittagskarte ab 14 Uhr. Sie soll sieben Euro für Erwachsene und vier Euro für Kinder kosten. Die Abendkarte (ab 16 Uhr) bleibt mit vier beziehungsweise drei Euro unverändert. Eine Vormittagskarte könne man nicht einführen, sagte Ortlieb auf Nachfrage einiger Gemeinderäte. Denn es gäbe keinen Nachzahlautomaten, mit dem kontrolliert werden könnte, dass Badegäste auch wirklich nach Ablauf ihrer gebuchten Zeit das Freibad verlassen und nicht einfach den ganzen Tag bleiben.

Der Preis für die Saisonkarte für Erwachsene steigt von 96 auf 130 Euro. Für Kinder soll es künftig nur noch einen einheitlichen Tarif für die Saisonkarte in Höhe von 60 Euro geben (bisher 48 Euro für das erste Kind und 28 Euro für das zweite und dritte Kind).

Diskussion über Verkürzung der Öffnungszeiten

Längere Zeit diskutierte das Gremium über eine mögliche Verkürzung der Öffnungszeiten. Hatte das Freibad in der vergangenen Saison täglich von neun bis 19 Uhr geöffnet, so regte das Personal nun an, die Anlage erst ab zehn Uhr aufzusperren. Denn in der ersten Stunde seien nur sehr wenig Schwimmer im Bad, für die man aber trotzdem mehrere Angestellte als Badeaufsicht benötige, erläuterte Ortlieb, dem durchaus bewusst war, dass spätere Öffnungszeiten bei den Bürgern auf Kritik stoßen werden. „Es wird einen Aufschrei geben.“

Thomas Guggemos schlug vor, die Öffnungszeiten zwar auf zehn Uhr zu verkürzen, während der bayerischen Schulferien aber schon um neun Uhr zu öffnen. Sein Vorschlag soll nun mit den Freibad-Mitarbeitern besprochen und dann erneut im Gemeinderat diskutiert werden.

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