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Vertrag: Die nun neu geplanten Doppelhäuser im Einheimischenmodell westlich des Feuerwehrhauses müssen gemeinsam gebaut werden. 

Gemeinderatssitzung

Einheimischenmodell in Benediktbeuern: „Zu idealistisch geplant“

Die Gemeinde Benediktbeuern wird ihr Einheimischenmodell westlich des Feuerwehrhauses überarbeiten. Die Räte nickten die erforderlichen Änderungen des Bebauungsplans ab.

Benediktbeuern Das geplante Einheimischenmodell ist ein wichtiges Thema in Benediktbeuern. Die Gemeinde hat am neuen Feuerwehrhaus insgesamt 19 Parzellen zu vergeben. Zahlreiche Familien hoffen darauf. Es gibt viel mehr Bewerbungen als Baugrundstücke. Eine ursprüngliche Beschlussfassung vom April hatte vorgesehen, 17 Parzellen mit Doppelhäusern beziehungsweise Dreispännern zu bebauen. Diese Bauplätze sollen zum Quadratmeterpreis von 350 Euro angeboten werden. Auf den beiden übrigen Parzellen sollte jeweils ein Einfamilienhaus entstehen: Quadratmeterpreis dafür: 700 Euro. Doch diese Konstruktion hielt dem EU-Recht nicht stand. Der Gemeinderatsbeschluss zur Vergabe war im Mai wieder aufgehoben worden.

„Vielleicht war es idealistisch geplant“, kommentierte der amtierende Bürgermeister Hanns-Frank Seller die erforderlichen Änderungen am Bebauungsplan. Nun soll auf den beiden Grundstücken jeweils ein Zweifamilien- statt des ursprünglich angedachten Einfamilienhauses errichtet und beide Bauten im Rahmen des Einheimischenmodells veräußert werden. Bewerben könnten sich laut Seller für diese beiden Grundstücke aber jeweils nur zwei Bewerber gemeinsam, die das Zweifamilienhaus auch gemeinsam bauen müssten.

Gemeinderat Rudi Mühlhans kritisiert Preise im Einheimischenmodell

Wegen dieser veränderten Baukörper, so erläuterte Seller, müsste außerdem die vorgesehene Zufahrtsstraße zu dem Areal etwas umgeplant werden. Anfang Juli solle mit deren Bau begonnen werden. Bis Oktober soll die Straße fertig sein. Die Planung der anderen 17 Parzellen bleibt unverändert. Allerdings beschlossen die Räte nun für alle Baugrundstücke eine einheitliche Preis-Festsetzung von 350 Euro pro Quadratmeter. Das ist die absolute Untergrenze, die die Gemeinde im Rahmen eines Einheimischenmodells festlegen kann.

In der Diskussion kritisierte Rudi Mühlhans diese Preise für ein Einheimischenmodell trotzdem als „nicht wirklich günstig“ und fragte an, ob man nicht darauf verzichten könne, Erschließungsbeiträge zu kassieren. Kämmerer Florian Hlawatsch sah das rechtlich jedoch als „verzwickt“ an.

Wie Inge Ambrugger vom Bürgermeister-Vorzimmer mitteilte, steht noch kein Termin für die geplante Informationsveranstaltung für die Interessenten des Einheimischenmodells fest.fn

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