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Verzieren mit Nadel und Faden: Ein ausgeblasenes Ei mit Löchern, durch die Elisabeth Klein dann ihr Ei bestickt. 

Tipps von Profis 

Färben, kleben, sticken: So entsteht das perfekte Osterei

Zu Ostern hat das Ei seinen großen Auftritt. Mit welchen Farben lässt es sich am schönsten bemalen? Wie bekommt man das Band durch die Löcher? Und gibt es außer Farbe noch andere Möglichkeiten, Eier zu verzieren? Der Tölzer Kurier hat sich beim Ostermarkt im Kloster Benediktbeuern Tipps von Profis geben lassen.

Benediktbeuern  Die Künstlerin Anita Nömeier vom Chiemsee, die auf dem Markt Hühnereier mit handgemalten Heiligenbildern präsentierte, ist überzeugt: „Man kann alle Eier bemalen, und ich glaube, dass man auch jede Farbe verwenden kann“; etwa Wasser- und Acrylfarben oder Buntstifte. Sogar Tee könne Eier färben.

Nömeier selbst färbt ihre zuvor säuberlich ausgepusteten Eier zunächst in kräftigem Rot ein. Dazu verwendet sie die herkömmlichen Ostereierfarben aus dem Supermarkt. „Wichtig ist, dass man die Eier vorher gut wäscht“, rät sie. Denn sonst könnten sie von innen anfangen zu stinken. Außerdem hafte die Farbe auf gereinigten Eiern besser. Nach dem Färben lässt Nömeier die Eier gut trocknen, um anschließend mit Hilfe eines Cuttermessers Muster oder Bilder in die Farbe zu kratzen.

Ebenfalls hübsch sei es, wenn man aus einer bedruckten Papierserviette oder einem Stück Stoff die Motive – etwa Blüten, Schmetterlinge oder Hasen – ausschneide und aufs Ei klebe. „Dazu nehme ich Holzkleber oder einen Prit-Stift.“ Besonders leuchten die Eier, wenn man die fertigen Eier noch mit Klarlack streicht.

So sieht das fertig bestickte Ei aus.

Aber man muss Ostereier nicht unbedingt bemalen. Man kann sie auch – wie die aus der Ukraine stammende Künstlerin Nadia Halaburda mit Hilfe einer Feder beschreiben. Sie färbt die Eier – übrigens rohe unausgeblasene Eier – mit Batikfarben.

Man kann die Eier sogar besticken, wie es die in Frankreich lebende Künstlerin Elisabeth Klein tut. Auch sie bläst ihre Eier zunächst säuberlich aus und poliert die Schale anschließend, bis sie glänzt. Dann zeichnet sie mit dem Bleistift Punkte auf das Ei, die das Muster vorgeben. „Mit einem kleinen elektrischen Bohrer werden dann Löcher in die Punkte gebohrt“, erklärt sie. Mit einer Nadel könne man die Löcher nicht stechen. „Da würden Risse entstehen.“ Anschließend bestickt sie mit Hilfe einer beweglichen Nadel das Ei – egal ob Wellensittich- oder Straußenei – mit Fäden und Seidenbändern, als wäre es eine Tischdecke.

Und wie bekommt man zum Schluss die Schnur durch das Ei, ohne dass es zerbricht? Nömeier nimmt dazu ein Stück biegsamen Draht, mit dessen Hilfe sie das Band durch die Ausblas-Löcher oben und unten am Ei fädelt. Unten mit einer Perle abschließen und ab damit an den Osterstrauch.  fn

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