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Im Konfettiregen: Die Bichler Prinzengarde.

Faschingszüge in Bichl und Benediktbeuern 

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Bichl/Benediktbeuern –  Es wird gewerkelt, geplant, organisiert: Im Loisachtal laufen die Vorbereitungen für die Faschingszüge auf Hochtouren. Mit den ersten Maschkera-Bällen wurde die Stimmung schon angeheizt.

Dass ganz Bichl mitten in den Vorbereitungen steckt, sieht Bürgermeister Benedikt Pössenbacher mit Freude. Überzeugt sagt er: „Wir sind ja auch die Faschingshochburg im Oberland.“ Teilweise seien die Wagen schon gebaut, sagt Stephan Schilcher, Vorsitzender des Bichler Maschkeravereins. Bereits eingegangen sind Anmeldungen für zwölf Wagen und fünf Fußtruppen. „Aber da kommen noch welche dazu.“ Im Detail will er selbstverständlich nicht verraten, was dargestellt wird. „Wie jedes Jahr sind natürlich unser Ort und die Nachbarn Thema. Aber es sind auch ein paar überregionale Dinge dabei.“ Vorzubereiten gibt es noch einiges. Eine Versammlung reiht sich derzeit an die nächste. „Es ist ein Haufen organisatorische Arbeit“, sagt Schilcher. Dazu gehöre die Straßensperrung sowie die Bewältigung der Schneemassen. „Normalerweise fahren wir ihn zwei Tage vor dem Zug mit Traktoren weg. Sonst hätten die Zuschauer keinen Platz.“ Der Faschingszug startet am Faschingssonntag, 7. Februar, um 13.33 Uhr.

Und hoch das Bein: Benediktbeurer Gardemädchen.

Auch in Benediktbeuern bereiten sich die Maschkera eifrig auf den großen Umzug vor, der sich am Faschingsdienstag, 9. Februar, um 13.33 Uhr in Bewegung setzt. Beim Vorsitzenden der Maschkera, Bernd Schöpf, sind bislang acht Zusagen eingegangen. „Das passt, die meisten kommen erst in den letzten paar Tagen vor dem Zug.“ Viele würden am Unsinnigen Donnerstag mit dem Bau der Wagen beginnen. Zu den Themen verrät er nur so viel: Es wird um die Leonhardifahrt gehen und – natürlich – um den Haslinger Sepp. Zugesagt haben bereits zwei Musikgruppen: eine Sambaband und der Trommlerzug Ohlstadt. Fürs leibliche Wohl wird mit Leberkäse, Bratwürsten und frisch gebackenen Krapfen gesorgt. Es gibt Getränke, die Garde hat ihren eigenen Stand mit Köstlichkeiten.

Um sich auf die Faschingszüge einzustimmen, haben die Maschkera in beiden Dörfern bei den Bällen reichlich Gelegenheit. Die wurden bereits gut angenommen. „Unser Motto ist heuer ,Atlantis’“, sagt Schöpf. „Das heißt, wir hatten auf den Bällen viele Meerjungfrauen und ähnliches.“ Viele würden sich aber nach Lust und Laune verkleiden. Richtig tolle Kostüme gab es auch in Bichl. Unter dem Motto „Urwald“ hätten ein paar sich mit Lianen und Efeu geschmückt. „Das wird richtig gut umgesetzt“, freut sich Schilcher. „Natürlich macht ein Teil auch ganz was anderes. Aber wir sind sehr zufrieden. Vor allem, weil bisher alles ganz friedlich war.“

Vor 25 Jahren: Als der Fasching ausfiel

Vor 25 Jahren überschattete der Golfkrieg die fünfte Jahreszeit. Die meisten Faschingsveranstaltungen wurden abgesagt, so auch der Zug in Benediktbeuern, wie im Tölzer Kurier vom 7. Februar 1991 steht: „Trotz der zu befürchtenden Einnahmenverluste wurde bei der Maschkeraversammlung im Café Lugauer entschieden, aufgrund des Krieges am Golf alle Faschingsveranstaltungen abzusagen. Auch der traditionelle Maschkerazug mit dem Haberfeldtreiben entfällt aus Sicherheitsgründen.“ Ebenso fiel Bichler Faschingszug aus. Das Gaißacher Schnabler-Rennen fiel in erster Linie dem mangelnden Schnee zum Opfer, der Schnabler-Ball fand aber ebenfalls wegen des Kriegs nicht statt. Am Rosenmontag 1991 titelte der Tölzer Kurier deshalb: „Ein selten ruhiges Faschings-Wochenende“. Kostüme habe man keine gesehen, auch die Polizei verzeichnete wenige Einsätze. Nur auf den Pisten und Loipen war an diesem Faschingswochenende 1991 jede Menge los.

Melina Staar

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