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Im Konfettiregen: Benediktbeurer Gardemädchen.

Faschingszug-Vorbereitungen 

Endspurt in den Hochburgen

Bichl/Benediktbeuern –  Auf wenige Wochen konzentriert sich heuer die „Fünfte Jahreszeit“. Ein so kurzer Fasching könnte Prinzenpaaren und Narren die Nerven kosten – möchte man meinen. Dennoch laufen die Vorbereitungen wie geplant. Die Stimmung unter den Helfern im Loisachtal ist gut, und Probleme gibt es kaum.

„Dieses Jahr sind wir ziemlich gut durchgeplant. Es helfen einige“, freut sich Stephan Schilcher. „Die Leute packen gerne mit an, dann macht das Vorbereiten auch Spaß“, sagt der Vorsitzende des Maschkeravereins Bichl. Zum ersten Mal organisiert der Bichler den Faschingszug, der am Sonntag, 7. Februar, um 13.33 Uhr mit voraussichtlich 14 Themen-, drei Garde- und einem Musikwagen durch Bichl ziehen wird. „Die Größe des Faschingszugs wird sich nicht sonderlich ändern, denke ich“, sagt Schilcher. Des Weiteren hätten sich fünf verkleidete Fußgruppen angemeldet, die den Faschingszug begleiten.

Vergangenes Jahr war Stephan Schilcher der Bichler Prinz. „Das ist jetzt heuer mein erstes Jahr als Vorstand, und es ist doch anstrengender als ich es mir vorgestellt habe“, erzählt der Bichler. Doch gerade gegen Ende packe jeder noch einmal richtig mit an, um pünktlich fertig zu werden. „Bis Samstag wird noch einmal Gas gegeben, damit die Wagen rechtzeitig fertig sind, um vom TÜV abgenommen zu werden“, sagt Schilcher. „An manchen Tagen geht wirklich viel Zeit in die Vorbereitungen rein, aber am Ende, wenn der Zug durch die Straßen zieht, die Leute verkleidet mitlaufen und sich freuen, dann weiß man, es hat sich gelohnt“, erzählt der ehemalige Prinz.

Das Faschingsthema in Bichl ist heuer das „Dschungelfieber“. „Es gibt viele, die sich an das Motto halten. Manche kommen auch ganz anders verkleidet, aber das macht nichts“, sagt Schilcher. Wichtig sei es, dass Menschen verkleidet kommen und gute Stimmung mitbringen. „Je ausgefallener die Kostüme, desto besser“, findet der Vorsitzende.

Immer für einen Spaß zu haben: Bichler Maschkera.

Auch auf das Prinzenpaar kommen noch ein paar ereignisreiche Tage zu. Prinz Tobias Limm (25) und seine Prinzessin Melanie Eberl (23) aus Bichl kennen sich jedoch schon aus. „Ich wusste schon in etwa, was auf mich zukommt, weil ich sieben Jahre im Vorstand des Vereins aktiv war. Der Stress ist immer gleich“, sagt Limm. Trotzdem sei es als Prinz „komplett anders“ als im Vorstand. Nicht mehr im Vorstand sei er, weil er nach sieben Jahren „etwas anderes“ hätte machen wollen. „Auch mit der Garde macht es immer Spaß, alles passt zusammen und ist einfach schön“, freut sich der Prinz.

Seine Prinzessin Melanie Eberl aus Bichl tanzt schon seit dem Kindesalter in der Garde. „Ich bin quasi damit aufgewachsen“, sagt Eberl. Die kurze Faschingszeit stört sie wenig. „Ich finde es gut, dass alles so gehäuft ist, dann sind keine längeren Pausen dazwischen. Aber schade, dass es dadurch so schnell wieder vorbei ist“, sagt die Bichlerin. „Weil ich erst im Oktober erfahren habe, dass ich die Prinzessin bin, konnte ich mir im Vorfeld nicht so viele Gedanken machen und habe alles einfach auf mich zukommen lassen“, erzählt Eberl.

Ein ähnlicher Ausnahmezustand herrscht derzeit in Benediktbeuern. Auch hier laufen die Vorbereitungen für den Höhepunkt der „Fünften Jahreszeit“ auf Hochtouren. Am Dienstag, 9. Februar, um 13.33 Uhr beginnt der Faschingszug in Benediktbeuern. 13 Wagen und drei bis vier Gruppen sind angemeldet. Unter dem Motto „Atlantis“ liefen die bisherigen Faschingsbälle und stießen auf Zuspruch. „Viele kommen zum Beispiel als Wassernixen“, berichtet Bernd Schöpf, Vorsitzender der Maschkera in Benediktbeuern.

Um den Faschingszug finanzieren zu können, verkauft der Verein unter anderem auch Faschingszeichen, die dieses Jahr jedoch nicht auf besonders viel Aufmerksamkeit stoßen. „Die Nachfrage ist heuer sehr gering, wir müssen uns noch etwas anderes überlegen“, sagt Schöpf. Angebote für Kinder sollen mehr gefördert werden, um die Haushaltskasse etwas aufzustocken. Sorgen macht sich der Vorsitzende allerdings keine. „Wenn’s mal angefangen hat, dann läuft alles von allein. Hier hilft einer dem anderen“, freut sich Schöpf.

Etwas Sorgen mache er sich wegen des Wetters. Doch auch das sei kein ernstes Problem. „Wir sind einfach so brav, dass das mit dem Wetter auch hinhaut“, sagt der Benediktbeurer lachend. Aber bisher ist für Faschingsdienstag Schnee angesagt.

Sophie von Grudzinski

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