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Noch ist die Halle leer, aber bald stehen hier vier Fahrzeuge. Vize-Kommandant Klaus Schwaiger jun., Bauleiter Leonhard Hundegger jun., Schriftführer Konrad Geier und Vorstand Thomas Rest (v. li.) freuen sich auf den bevorstehenden Umzug.

Neues Gerätehaus in Benediktbeuern ist fertig

Feuerwehr zieht am Samstag um

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Am Karsamstag ist es endlich soweit: Die Feuerwehr Benediktbeuern kann ihr neues Gerätehaus beziehen. Es ist nicht nur sehr schön geworden, sondern hat auch technisch einiges zu bieten. Die offizielle Einweihung mit Feuerwerk und Tag der offenen Tür findet im Juli statt.

Benediktbeuern– Es ist hell, lichtdurchflutet und innen großzügig gestaltet. Damit ist das neue Gerätehaus der Feuerwehrgenau das Gegenteil vom jetzigen Gebäude, das im Laufe der Jahrzehnte schlichtweg zu klein geworden ist. Während bislang die vier Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange einparken mussten, gibt es nun eine geräumige Fahrzeughalle inklusive Absauganlage für Abgase. 

Und auch die Aktiven müssen sich beim Ausrücken nicht mehr dicht neben den schon laufenden Motoren der Fahrzeuge im Dieselnebel umziehen, sondern haben ihre Spinde zur Umkleide im Nebenraum. „Das ist auch ein wichtiger Sicherheitsaspekt für die Wehr“, sagt Schriftführer Konrad Geier beim Rundgang mit Vize-Kommandant Klaus Schwaiger, dem Vorsitzenden Thomas Rest und Bauleiter Leonhard Hundegger jun. 

Geht der Alarm über Handy oder Piepser, können die 78 Aktiven jetzt mittels Chip ins Haus gelangen. Dort ziehen sie sich um und sehen schon auf einem Bildschirm, wo der Einsatzort liegt. Zwar gibt es auch noch das übliche Fax, das die Rettungsleitstelle schickt, aber am Bildschirm kann jeder mittels Text und Karte auf den ersten Blick sehen, wo sich der Brandherd befindet.

Die Spinde haben übrigens auch ein eigenes persönliches Sicherheitsfach für Geldbeutel, Autoschlüssel und Handy. „Bislang haben wir es einfach schnell abgelegt oder hatten es beim Einsatz sogar dabei“, sagt Vize-Kommandant Schwaiger.

In der großen Halle ist gut Platz für die vier Fahrzeuge, zudem gibt es Lademöglichkeiten für die großen Batterien. Angrenzend ist die Waschhalle und dahinter der Schlauchturm, auf den man in Benediktbeuern besonders stolz ist. „Es ist erst die zweite Anlage dieser Art in Deutschland“, sagt Vorsitzender Rest. In der Anlage können 40 Schläuche auf einmal getrocknet werden. Dafür werden sie im Turm nach oben gezogen.

Fährt das Gerät wieder hinab, werden die Schläuche gleichzeitig eingerollt. Bislang passierte diese Arbeit von Hand. Rund 40 Schläuche (etwa zehn pro Fahrzeug) hat die Wehr auch dabei, wenn komplett ausgerückt wird.

Die zwei Gerätewarte haben jetzt einen Werkstattraum, zudem gibt es einen Raum für die Wartung der Atemschutzausrüstung. Ein Bereitschaftsraum mit entsprechender technischer Ausstattung dient den Floriansjüngern auch zur Lagebesprechung bei größeren Einsätzen in der Umgebung.

Des Weiteren gibt es im Erdgeschoss ein Kommandantenbüro, Lagerräume und Toiletten. Im alten Feuerwehrhaus gab es nur ein WC für alle.

Im Obergeschoss befinden sich ein großer Schulungsraum, eine Küche und ein großer Aufenthaltsbereich. Hier können Floriansjünger etwas essen und den Einsatz nachbesprechen. „Einige Dosen Gulaschsuppe haben wir immer parat“, sagt Kommandant Sliva.

Viele Möbel aus dem alten Gerätehaus werden auch im neuen stehen, zum Beispiel Regale mit der Ersatzkleidung im Keller. Und noch eine gute Nachricht: Der Kostenrahmen von 2,5 Millionen Euro wird laut Bauleiter Hundegger eingehalten.

Wenn die Feuerwehr am Samstag umzieht, ist der Betrieb übrigens gewährleistet – „wenn wir alarmiert werden, können sogar mehr ausrücken als sonst“, sagt Schwaiger schmunzelnd.

Die Bürger können das neue Gerätehaus am Tag der offenen Tür am Sonntag, 16. Juli, kennenlernen. Tags zuvor ist offizielle Einweihung mit einem abendlichen Feuerwerk.

Einblicke ins neue Benediktbeurer Feuerwehrhaus

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