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Tatkräftig mit angepackt haben die Jugendlichen bei der Verschönerung der Innenräume.  

Kommunen beteiligen sich

Finanzierung gesichert: Aufschwung für Benediktbeurer Don-Bosco-Club

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Nachdem die Finanzierung gesichert ist, sieht der Trägerverein für die Kinder- und Jugendarbeit wieder Licht am Ende des Tunnels. Nun werden die Außenanlagen des Don-Bosco-Clubs hergerichtet.

Benediktbeuern/Bichl/Kochel/Heilbrunn – Die angespannte Finanzlage trieb den Verantwortlichen des Trägervereins für die Kinder- und Jugendarbeit im Loisachtal (TKJL) in den vergangenen Jahren die Sorgenfalten auf die Stirn. Über dessen Etat laufen der Don-Bosco-Club in Benediktbeuern sowie die mobile Jugendarbeit (Streetwork) im ganzen Loisachtal.

In den vergangenen Wochen haben die beteiligten Kommunen nun ihre Haushalte verabschiedet – und alle Gemeinden haben dem Antrag des TKJL entsprochen, den Zuschuss zu erhöhen. „Darüber sind wir alle sehr froh und sehr dankbar“, sagt Zweiter Vorsitzender Hubertus Klingebiel. Auch der TKJL trauert um den im März verstorbenen Bürgermeister Hans Kiefersauer: „Ihm haben wir insgesamt viel zu verdanken. Er stand immer hinter dem Club.“

Der Verein bekommt nun für den Don-Bosco-Club aus Benediktbeuern 15 800 Euro (bislang: 14 800 Euro), aus Bichl 7400 Euro (6000 Euro), aus Bad Heilbrunn 1970 Euro (1850 Euro) und aus Kochel 3950 Euro (3700 Euro), listet Klingebiel auf. An der Finanzierung der mobilen Jugendarbeit von Streetworkerin Tini Schwarm beteiligt sich auch Schlehdorf, und Bichl ist jetzt mit einem höheren Zuschuss im Boot. Aus jeder Kommune kommen somit 2970 Euro. Zudem gibt es vom Amt für Jugend und Familie 15 000 Euro. Immerhin konnte der Verein 2018 mit einem leichten Plus in der Kasse abschließen, berichtete Klingebiel vor Kurzem in der Versammlung.

Junge Menschen brauchen einen Anker

Vorsitzender Christoph Budde sowie Clubleiterin Sabine Maier und Streetworkerin Tini Schwarm berichteten über die umfangreichen Aktivitäten 2018. „Besonders wenn es draußen stürmt, brauchen junge Menschen einen Anker, der ihnen Sicherheit gibt und hilft, sich den Herausforderungen zu stellen“, kommentiert Budde den Jahresbericht mit einem Wetter-Vergleich. Es waren vor allem Jungs zwischen 12 und 19 Jahren, die 2018 den Club besuchten. Sie kamen aus allen fünf Gemeinden, hauptsächlich aber aus Benediktbeuern, Bichl und Kochel. Die Zahl der Mädchen und generell auch das Alter der Clubbesucher steigt wieder, ist dem Jahresbericht zu entnehmen. Viele Stammbesucher brächten Freunde mit, Die Themen, weshalb die Jugendlichen Gespräche mit den Betreuern suchen, sind nach wie vor die „Klassiker“: Probleme in Elternhaus und Schule, Liebeskummer, Zukunftsängste und Konflikte mit Gleichaltrigen.

Therapiehund Timmy als Brückenbauer

Nach wie vor ist Therapiehund Timmy ein Brückenbauer, um mit Besuchern ins Gespräch zu kommen. Zudem haben sich die regelmäßigen Angebote gut etabliert. Dazu gehört zum Beispiel „Kreko“, ein offener Kreativ- und Koch-Treff jeden Mittwoch. Freitags wird für Jugendliche ab zwölf Jahren „Donnies Pub“ angeboten.

Große Gemeinschaftsprojekte 2018 waren die Verschönerung der Innenräume sowie der Dirtbike-Park, der in Kürze eingeweiht werden soll. Die Jugendlichen beteiligten sich auch beim Beneculture-Festival, kamen zum Workshop für Sucht-Fragen und engagierten sich bei einem Aktionstag gegen Gewalt an Frauen in Bad Tölz.

Veranstaltungen gab es auch in den Ferien, etwa Ausflüge. Die Fahrt zum Skyline-Park nach Wörishofen hatten sich die Jugendlichen selbst finanziert, nämlich durch Parkplatz-Einweisung beim Textilmarkt, berichtete Maier. Die „Loisachtaler Überraschungswoche“, eine Betreuung in den Sommerferien, findet auch 2019 statt, die Anmeldung ist vor Kurzem angelaufen.

Sabine Maier ist nach ihrer Auszeit nun wieder als Clubleiterin vor Ort. Pius Grzeski, bis März 2019 Leiter der Einrichtung, hat sein Studium beendet und zieht sich deshalb auch vom Club zurück.

Im bevorstehenden Sommer wollen die Jugendlichen die Außenanlagen verschönern und zu einem Tag der offenen Tür einladen. Außerdem wird Instagram als Kommunikationsplattform online immer wichtiger, berichtete Maier. „Facebook ist nicht mehr so in“, sagt Maier. WhatsApp aber bleibe nach wie vor sehr populär.

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