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Bei der Versammlung überreichte auch Martina Walther (Mi.), Initiatorin des „Bichler Backbuchs“, eine Spende an Ignaz Dreyer (Trägerverein, li.) und Markus Wenzl (re., Förderverein). Walther spendet Verkaufserlöse in Höhe von 2000 Euro. Es gehen jeweils 500 Euro an Träger- und Förderverein sowie an Kinderkrippe und -garten in Bichl.

trägerverein konnte haushalt nicht ausgleichen

Finanzspritze für Don-Bosco-Club

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Benediktbeuern –  Eine Finanzspritze in Höhe von 12 000 Euro, ausgestellt vom Förderverein, sichert den laufenden Haushalt des Don-Bosco-Clubs. Doch künftig sind die Gemeinden gefragt, hier ihren Beitrag zu leisten. Der Grund ist ein guter: Im Club läuft es rund, und alle Stellen sind besetzt.

In der Jugendarbeit gibt es immer ein Auf und ein Ab – davon können die zahlreichen Engagierten ein Lied singen. Den Don-Bosco-Club gibt es seit 1978, und mal war er mehr, mal war er weniger angesagt.

Derzeit geht’s im Club wieder rund – und damit einher gehen natürlich steigende Kosten. Wie schon im April berichtet, hat der Trägerverein Schwierigkeiten, die laufenden Haushalte (2015 und 2016) auszugleichen. Es fehlen jeweils 6000 Euro. Dafür springt nun der „Verein zur Förderung der Jugendarbeit in Benediktbeuern und Bichl“ in die Bresche: Die Mitglieder stimmten zu, dem Trägerverein des Clubs die benötigten 12 000 Euro zu spenden. „Das Geld stammt von Mitgliedsbeiträgen, Altpapier- und Kleidersammlungen, Faschingsbällen, Benefizkonzerten und diversen Spenden“, sagt der Fördervereinsvorsitzende Markus Wenzl. Zudem gab es noch eine Spende von der Initiatorin des Bichler Backbuchs, Martina Walther (siehe Bildtext).

12 000 Euro sind sehr viel Geld. „Ich möchte darauf hinweisen, dass ein Zuschuss in dieser Höhe eine Ausnahme bleiben soll“, sagt Wenzl. Jugendarbeit sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinden. „Sie müssen den gestiegenen Kosten in Zukunft Rechnung tragen.“

Der Trägerverein befindet sich finanziell in einer Zwickmühle. Um an Fördermittel des Landkreises zu kommen, muss ein Finanzierungsplan für drei Jahre erstellt werden. Lange Zeit konnte die Streetworker-Stelle nicht besetzt werden. Der Verein kalkulierte also ohne diese, doch dann wurde die Stelle besetzt. Zudem fand sich ein weiterer Betreuer für die Jugendlichen, der Club-Leiterin Sabine Maier zur Seite steht. Auch er soll und will bleiben.

Im Jugendclub, frisch renoviert und auch außen hergerichtet, läuft es derzeit sehr gut. Das Alter der Besucher ist in den vergangenen Jahren gesunken, heute kommen auch schon Schüler dorthin. Entsprechend sind die Angebote. „Die jüngeren Besucher freuen sich über die Aktivitäten, die wir aber nur mit dem Personal leisten können“, sagt Ignaz Dreyer, Vorsitzender des Trägervereins. Gleichzeitig brauche man auch jemanden, der generell Aufsicht im Club führe, wenn geöffnet sei.

Um die Deckungslücke im Haushalt zu schließen, werde man die beteiligten Gemeinden bitten, ihren Zuschuss zu erhöhen. Bei einer Zusammenkunft sei das „schon mal andiskutiert worden“, sagt Dreyer. Nach der Sommerpause will er sich mit den einzelnen Bürgermeistern zum Gespräch treffen, um die Situation zu erläutern.

Vor allem bei Jugendlichen aus Kochel, Schlehdorf und Bad Heilbrunn ist der Club derzeit beliebt, die Besucherzahlen aus Benediktbeuern und Bichl „sind konstant“. „Zu sagen, bei uns schlagen ,nur die auf, die nicht in Vereine gehen‘, ist nicht richtig“, sagt Dreyer. Die „Integration“ in Vereine sei ein stetiger Prozess: „Wenn’s jemandem im Sportverein gefällt, erzählt er das weiter und macht andere neugierig, auch mal vorbeizuschauen“, umschreibt Dreyer die Wechselbeziehungen. Gleichwohl sei eine offene Jugendarbeit wichtig – „denn natürlich gibt es auch Jugendliche, die sich schwer tun, in Vereine zu gehen. Auch für sie muss es etwas geben.“

Derzeit gebe es freitags ein gezieltes Angebot für die Älteren – „der klassische Treff mit Musik und Ratschen“.

Gestern Nachmittag fand ein Treffen mit Bürgermeister Hans Kiefersauer statt. Es ging unter anderem darum, wie man den neu gepflasterten Eingangsbereich gestalten kann, etwa mit Sitzbänken und Beleuchtung. „Schön wäre auch ein Schaukasten mit unseren Angeboten“, sagte Dreyer.

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