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Barocke Anlage mit großem Ausmaß: Das Kloster Benediktbeuern aus der Vogelperspektive. 

Förderverein-Jahresbericht 

„Juwel“ will das Kloster glänzen lassen

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„Juwel“ will auch im neuen Jahr glänzen. Der Verein zur Förderung des Klosters Benediktbeuern hat sich für 2017 viel vorgenommen – und hofft deshalb auf finanzielle Unterstützung.

Benediktbeuern – Der 2009 gegründete Förderverein hat das „verflixte siebte Jahr“ gut überstanden. Der Jahresbericht 2016 ist „etwas dünner ausgefallen“ als die Vorgänger, so der Vorsitzende Alfred Siefritz. Demnach fielen 2016 einige Veranstaltungen aus. Der Kunst- und Handwerkermarkt sowie die Juwelen- und Schmuckmesse waren aus personellen Gründen nicht zu stemmen. Laut Siefritz hat der Vorstand diese „Pause“ genutzt, „um Luft zu holen, tief durchzuatmen und sich zu einer Klausurtagung zurückzuziehen“. Ein wesentliches Thema dieses Strategietags waren die Veranstaltungen, mit denen der Förderverein sein Konto auffüllen will. Seit der Gründung vor sieben Jahren hat der Verein inzwischen über 800 000 Euro an Spenden erhalten.

Auch 2017 möchte „Juwel“ viel Geld aufwenden, um das Kloster zu unterstützen. Schon jetzt stehen laut Siefritz zwei Projekte fest, die der Förderverein finanziell mittragen wird. Demnach bewilligte der Vorstand noch in seiner letzten Sitzung im alten Jahr den Antrag der Klosterleitung, die dringend nötige Sanierung und energetische Ertüchtigung von Fenstern in Teilen des Klosters zu finanzieren. Außerdem trägt der Verein auch die Erneuerung und Verschönerung von Grünanlagen, Rabatten und Blumenbeeten mit. Unterstützung braucht das Kloster laut Siefritz heuer insbesondere bei der Sicherung und Verbesserung der Wasserversorgung. An der Sanierung der sogenannten Quelle 6 muss sich das Kloster mit einem erheblichen Eigenanteil beteiligen. Der Wasserbeschaffungsverband Ried trägt wie berichtet die Hälfte der Kosten.

Zudem sollen die Veranstaltungsräume des Klosters auf Vordermann gebracht werden. Sowohl im Barocksaal als auch im Speisesaal sollen heuer die Fußböden renoviert werden. Außerdem ist laut Siefrietz geplant, eine neue Bühne für den Barocksaal anzuschaffen und damit „den Veranstaltungsbereich zu stärken“. Siefritz: „Nicht nur die Künstler bemängeln immer wieder die Bühne, auch von Gästen wird schon seit Längerem auf den heruntergekommenen Zustand des Podests hingewiesen.“

Auch wenn es sich nach „Juwel“-Angaben nicht um Großprojekte handelt: Die vom Kloster ausgewiesenen finanziellen Anforderungen summieren sich 2017 auf 150 000 Euro. „Diese Summe ist auch für den Förderverein erheblich“, so Siefritz. „Wir müssen die Anwerbung von Spendern intensivieren, damit wir alle Projekte im neuen Jahr mittragen können.“

Der Förderverein hat im Geschäftsjahr knapp 81 000 Euro eingenommen. Im Rekordjahr 2015 waren es noch über 100 000 Euro.

Auch die Mitgliederwerbung will der Verein ankurbeln. Trotz einiger Neuzugänge sank die Mitgliederzahl zum 31. Dezember 2016 auf 346. Diese rückläufige Tendenz hängt nach Einschätzung des Vorstands vor allem damit zusammen, dass zunehmend ehemalige Studenten aus dem Verein ausgetreten sind, die in den Anfangsjahren stark für eine Mitgliedschaft angeworben worden waren. Viele von ihnen seien nun im Berufsleben angekommen. Damit habe der Bezug zum Studienort abgenommen.

Bischof Oster im Kloster

Zur Auftaktveranstaltung der neuen Reihe „Juwel-Begegnungen“ kommt wie berichtet am Freitag, 24. Februar, um 19 Uhr der Passauer Bischof Dr. Stefan Oster in den Barocksaal des Klosters Benediktbeuern. Der Ordensmann ist Gründungsmitglied des Fördervereins.

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