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Die Asamstraße in Benediktbeuern wird bald umfangreich saniert. Unter anderem wird der Baum an der Kreuzung zur B 11 versetzt, um das Linksabbiegen zu erleichtern.

Gemeinderat Benediktbeuern

Asamstraße: Sanierung im Fokus

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Die Asamstraße, eine der wichtigsten Durchfahrtsstraßen in Benediktbeuern, muss saniert werden. Im Gemeinderat wurden jetzt die Pläne vorgestellt. 

Benediktbeuern – Die Asamstraße ist aufgrund ihres schlechten Zustands schon länger ein Sorgenkind der Gemeinde. Sanierungspläne waren jedoch wegen Unklarheiten zur Straßenausbaubeitragssatzung zurückgestellt worden. „Meinem Vorgänger Hans Kiefersauer ist es dann jedoch gelungen, Zuschüsse über das Förderprogramm der Dorferneuerung zu bekommen“, sagte Bürgermeister Toni Ortlieb am Mittwoch im Gemeinderat.

Nun nimmt das Projekt Fahrt auf, dessen Kosten rund 600 000 Euro betragen werden. Vor einigen Wochen gab es eine Versammlung mit den Anliegern (wir berichteten), nun wurden die Pläne von Ingenieur Anton Heindl (Büro Heubeck) vorgestellt.

Die Asamstraße ist neben der Dorfstraße eine der zentralen Achsen von Ost nach West. Wenn die Arbeiten laufen, ist vor allem auf der Dorfstraße mit mehr Verkehr zu rechnen. Die Sanierung beziehungsweise Neugestaltung wird jedoch nicht ganz einfach sein, wie Heindl ausführte. Die Straße nutzen Autos, größere Lieferfahrzeuge und Landwirte. Fußgänger sollen mehr Sicherheit bekommen. Gerade Letzteres ist jedoch nicht leicht, denn es gibt zwei Engstellen. Ein breiter Gehweg entlang der gesamten Straße wird sich dort nicht verwirklichen lassen, denn es gibt keine Zusage der Grundstückseigentümer zu Abtretungen, wurde bei der Präsentation im Gemeinderat deutlich. Wahrscheinlich wird der Gehweg mal auf der einen, mal auf der anderen Straßenseite verlaufen. Glücklich ist die Gemeinde damit jedoch nicht. „Das erhöht auch das Unfallrisiko“, sagte Planer Heindl.

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Apropos Unfallrisiko: Die Sanierung soll auch Verbesserungen für Autofahrer im Abbiegebereich in die B 11 und in die Dorfstraße mit sich bringen. An der B 11 möchte Heindl den Baum ein Stück nach Norden versetzen, „weil das jetzt für Linksabbieger wirklich unglücklich ist“. Auch der Baum an der Dorfstraße soll „rausgenommen und eventuell ersetzt“ werden.

Auch über die Bäume entlang der Asamstraße muss noch gesprochen werden. Dritte Bürgermeisterin Margarete Steffens erinnerte an die kontroverse Debatte darüber bei der Anliegerversammlung. Grün würde jedoch das Straßenbild aufwerten, sagte Steffens und meinte: „Die Anwohner haben auch ein Recht auf Schönheit.“ Toni Lugauer würde hingegen weniger Bäume begrüßen. Als negatives Beispiel nannte er die Bichler Ortsdurchfahrt, wo man seiner Meinung nach Schulkinder, die hinter Bäumen hervorlaufen, als Autofahrer schlecht erkenne. „Dann lieber einen breiteren Gehsteig als mehr Bäume.“

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Die Gemeinde möchte mit der Sanierung noch heuer beginnen. „Ich weiß, das ist sportlich“, sagt Bürgermeister Ortlieb. Nun wird es im nächsten Schritt Abstimmungen mit der Dorferneuerung geben sowie mit den Firmen, deren Leitungen im Untergrund verlaufen, unter anderem Telekom und Bayernwerk. Auch mit dem Kloster muss noch gesprochen werden. Es geht darum, in welchem Zustand die in der Straße verlaufende Hauptwasserleitung des Klosters ist.

Die Sanierung könnte der Gemeinde noch viel Arbeit bescheren. Denn noch ist die Frage offen, ob sich schadstoffbelasteter Abfall in der Teerschicht befindet, die unter der Asphalttragschicht verläuft. Erste Untersuchungen deuten darauf hin. Falls ja, muss der Bodenaushub entsprechend gelagert werden, damit Untersuchungen stattfinden können.

Die Gemeinde will den Aushub am Gewerbegebiet zwischenlagern und muss dafür Flächen ausweisen. Drei Areale sollen jetzt mit dem Landratsamt abgesprochen werden, unter anderem an der alten Hausmülldeponie. Geplant sind große Lagerboxen. Sie müssen für die Transporter gut anfahrbar sein. Der Rat diskutierte verschiedene Varianten. Ortlieb will in Kürze mit den Vertretern der Bürgerinitiative zum Schutz des Lainbachwalds sprechen und sie informieren. Rodungen sind nicht geplant. Die Gesamtkosten für den Lagerplatz schätzt die Gemeinde auf rund 250 000 Euro. Im Haushalt ist die Investition bereits eingeplant.

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