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Im interkulturellen Gemeinschaftsgarten packten zur Saisoneröffnung einige junge Afrikaner zusammen mit ZUK-Mitarbeiter Martin Malkmus (re.) an.

Pflanzaktion am ZUK

Gemeinsam arbeiten, um Wurzeln zu schlagen

Benediktbeuern – Fast schon ein symbolischer Akt war es, als jetzt Asylbewerber und Einheimische in Benediktbeuern gemeinsam Apfelbäume und Johannisbeersträucher pflanzten. „Genauso wie die Apfelbäume sollen auch die Flüchtlinge die Chance bekommen, hier Wurzeln zu schlagen“, sagte Martin Malkmus, Mitarbeiter des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK).

Mit der Pflanzaktion begann die Saison im 2015 geschaffenen interkulturellen Gemeinschaftsgarten des ZUK. „Wir wollten hier einfach einen offenen, grünen Ort der Begegnung schaffen, in dem jedermann selbst pflanzen, säen und anbauen, aber auch ernten kann“, erklärt Malkmus.

Jetzt waren einige Gartler zusammengekommen, um unter der fachkundigen Anleitung von Rainer Kellner (Obst- und Gartenbauverein Benediktbeuern) zwei Apfelbäume und etliche Johannisbeersträucher zu pflanzen. Schnell hatten sich einige der 26 Asylbewerber, die im benachbarten Energiepavillon wohnen, dazugesellt. Die Flüchtlinge griffen auch gleich zu Pickel und Schaufeln, um die Löcher für die beiden Bäume mit auszuheben. Die Gruppe, die im ZUK Aufnahme gefunden hat, besteht bis auf zwei Frauen aus zumeist jüngeren Männern aus Mali, Nigeria, Eritrea und Sierra Leone. Der Gemeinschaftsgarten ist ein Projekt von einheimischen Familien und Flüchtlingen, die in Kooperation mit dem ZUK den Garten nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten bewirtschaften.

Nun wurde er noch einmal um ein Stück erweitert. „Jetzt ist ausreichend Platz da, wenn jemand etwa Kartoffeln anpflanzen möchte“, sagt Malkmus. Nach den Osterferien treffen sich die Gartler dort wieder regelmäßig am Mittwochnachmittag und am Samstagvormittag.  

Ewald Scheitterer

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