Gesperrt hat der Alpenverein den Westaufstieg zur Benediktenwand. Dort droht ein Felssturz.
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Gesperrt hat der Alpenverein den Westaufstieg zur Benediktenwand. Dort droht ein Felssturz.

Auf beliebtem Wanderweg

Geologe untersucht drohenden Felssturz an der Benediktenwand

  • Alois Ostler
    vonAlois Ostler
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Der Westaufstieg zur Benediktenwand ist gesperrt, weil ein Felssturz droht. Nächste Woche soll die Entscheidung fallen, ob der Gesteinsbrocken gesprengt wird.

  • Bergwanderer sollen eine beliebte Aufstiegsroute zur Benediktenwand unbedingt meiden.
  • Der Umweg zum Gipfel dauert etwa 30 bis 40 Minuten länger.
  • Nun wird überlegt, ob sich die Situation mit Hilfe einer Felssprengung entschärfen lässt.

Benediktbeuern – Der Westaufstieg zur Benediktenwand bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Der Steig ist wegen eines drohenden Felssturzes nicht zu begehen. Die zuständige Alpenvereinssektion Tutzing hat deshalb eine Umleitung angelegt und beschildert. „Der neue Weg ist bereits gut ausgetreten“, berichtet der AV-Sektionsleiter Axel Reisacher. Nach seiner Einschätzung wird die Umleitung bei schönem Wetter „schon mal von 100 Leuten am Tag genutzt“.

Inzwischen habe ein Geologe bei einer Ortsbesichtigung die Situation des drohenden Felssturzes untersucht. Nach Einschätzung des Fachmanns ist die Umleitung absolut berechtigt, denn „da oben ist was am Rutschen“. Bergsteiger sollten deshalb unbedingt den bisherigen Westaufstieg von der Tutzinger Hütte und der Abzweigung Glaswandscharte meiden.

Felssprengung an Benediktenwand „will genau überlegt sein“

Der Geologe hat nach Auskunft von Axel Reisacher verschiedene Empfehlungen abgegeben. Auch eine Sprengung werde untersucht. „Aber das will alles genau überlegt sein, denn das ist schon ein gewaltiger Brocken“, sagt der Tutzinger Sektionsvorsitzende. In der kommenden Woche soll es eine Besprechung aller Beteiligten geben. Dann könne man mehr sagen. Wichtig ist Reisacher, dass die von Sektionsmitgliedern eingerichtete Umleitung genutzt wird. Den bisherigen Westaufsteig sollte man vorerst unter keinen Umständen betreten.

Die Umleitung sieht so aus: Von der Hausstattalm über den Telegrafensteig, Abzweig Elektrokasten („Beim Tor“), unterhalb des Brandköpfels („Beim Stein“) auf gleicher Höhe (zirka 1300 Meter) bleibend bis zum Verbindungssteig, der von der Kohlstattalm heraufkommend zur Glaswandscharte geht („Glasmoos“). Auf diesem Steig hinauf zur Glaswandscharte und weiter zum Abzweig Westaufstieg/Gipfel. Insgesamt benötigt man für diesen Umweg nach AV-Angaben 30 bis 40 Minuten länger zum Gipfel und bis zu 30 Minuten mehr beim Abstieg. Der Weg sei eine Notlösung und erfordere ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Erfahrung.

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