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Schöne Kulisse für einen altbayerischen Christkindlmarkt: Mehrere tausend Besucher kamen am Sonntag nach Benediktbeuern, um Geschenke zu kaufen und um etwas zu essen. 

Bestes Wetter

Geschenke in Hülle und Fülle: Tausende Besucher auf dem Benediktbeurer Christkindlmarkt

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Großer Andrang herrschte am Sonntag erwartungsgemäß beim altbayerischen Christkindlmarkt in Benediktbeuern. Schon um 10 Uhr, als es los ging, waren die Stände gut besucht.

Benediktbeuern – „Hier muss man früh dran sein“, sagte ein älteres Ehepaar aus Murnau lächelnd. Aber auch die Einheimischen ließen sich nicht lange bitten. „Ich brauche noch ein paar Geburtstagsgeschenke, und hier finde ich immer etwas“, meinte eine Frau aus Benediktbeuern.

Während die einen noch nach einem Parkplatz suchten, schoben andere schon einen Schubkarren voller Mistelzweige zurück zum Auto. „Die Misteln sind jedes Jahr ein Renner bei uns“, berichtete Andrea Huber vom Stand der Bergwacht Benediktbeuern. „Es gibt sogar Vorbestellungen, und manche Besucher kommen deshalb bis aus München.“

Im Laufe des Tages schoben sich mehrere tausend Besucher vom Dorfplatz bis zur Alexander-Thalhuber-Straße. An rund 50 Ständen konnten sie Weihnachts- und Geschenkartikel aller Art kaufen, fast alles handgefertigt und mit Liebe zum Detail arrangiert. Dazu gab es Lesungen für Kinder in der Bücherei, eine Kunst-Ausstellung in der Alten Apotheke, weihnachtliche Bläser-Musik vom Balkon des Kretzenhofs sowie am Nachmittag noch das Adventssingen.

Das Wetter war bestens – ganz im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als der Markt wegen eines starken Sturms kurzfristig abgesagt werden musste. Einige Tage später gab es zwar einen kleineren Markt im Kloster, aber beileibe nicht so viele Besucher. „Die fehlenden Einnahmen haben wir in der Vereinskasse das ganze Jahr über gespürt“, berichtete Marcus Klingler von der Ski-Abteilung im TSV Benediktbeuern-Bichl.

Doch heuer dürften die Einnahmen wieder sprudeln und den Verlust wettmachen. Beim Frauenbund Benediktbeuern waren die Geschenkverpackungen mit Plätzchen schon um kurz vor 11 Uhr fast ausverkauft, und auch am Stand der Sportfreunde Bichl wurden die Plätzchen knapp. „Es gibt Leute, die kommen gezielt zu uns und kaufen gleich 20 Stück“, freute sich Peter Hofberger über den Absatz.

Beim Don-Bosco-Kindergarten waren unter anderem die Waffeln wieder der Renner. Die Frauen hatten neun Eimer mit jeweils 10 Litern Waffelteig vorbereitet. „Meistens ist abends alles weg“, so ihre Erfahrung.

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Viele Vereine und Gruppierungen haben das ganze Jahr über für den Markt gebastelt: Am Stand der Schule, immer wieder dicht umlagert, gab es zum Beispiel Schlüsselanhänger, Weihnachtsbäumchen aus Wolle und kleine Gestecke. Selbst Rektor Peter Mückstein half beim Verkauf. Beim Trachtenverein Barmstoana gab es unter anderem kleine Kripperl, bei den Ministranten fand man Selbstgestricktes, Marmeladen und Weihrauch. Wer beim „Oberschmied“ rein wollte, um die zahlreichen weihnachtlichen Dekorationsartikel aus Metall zu sehen, musste sogar anstehen. Auf reges Interesse stießen auch die künstlerischen Holz-Arbeiten von Hans Klett, und ganz in der Nähe bot die Katholische Hochschulgemeinde unter anderem Ketten und Röcke aus Uganda an. Auch der Imkerverein Geretsried und die von-Rothmund-Schule aus Bad Tölz freuten sich über die vielen Besucher.

Schon zur Mittagszeit waren die Glühwein- und Verköstigungsstände umlagert, und auch das Café des Frauenbunds war dank Sonnenschein und milden Temperaturen ein Anziehungspunkt. „Jedes Jahr ist es schön hier“, schwärmten Besucher aus Tölz, als sie mit vollen Papiertüten unterm Arm wieder zum Auto schlenderten. „Bis zum nächsten Mal.“

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