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Weil die Loisach an der Uferböschung „knabbert“, ist der beliebte Moosrundweg gesperrt. 

Loisach „knabbert“ an Uferböschung

Gesperrter Moosrundweg: Keine Lösung in Sicht

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Seit Anfang März ist der beliebte Moosrundweg im Benediktbeurer Klosterland gesperrt – und eine Lösung des Problems zeichnet sich noch nicht ab.

Benediktbeuern– Nach einer Besprechung, die vor einigen Tagen am Moosrundweg stattfand, vereinbarten alle Beteiligten weitere Gespräche. Zu einer Lösung kamen sie nicht. Zum Hintergrund: Die Loisach hat angefangen, an der Uferböschung „zu knabbern“, wie es Dora Schulze vom Wasserwirtschaftsamt (WWA) Weilheim anschaulich erklärt. Der Fluss habe begonnen, eine eigene Dynamik zu entwickeln. „Wir wollen dem Fluss die Entwicklungsmöglichkeit und die Loisach unverbaut lassen“, sagt die Abteilungsleiterin. Das Verhalten der Loisach wurde schon vor längerer Zeit beobachtet, doch jetzt sahen sich die Behörde und die Gemeinde veranlasst, einzuschreiten und den Weg zu sperren. Hintergrund sind Haftungsfragen.

Jetzt wird diskutiert, was mit dem Rad- und Spazierweg passiert. Vertreter von WWA, Gemeinde, den Landratsämtern Bad Tölz und Weilheim sowie Verantwortliche des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) haben sich vor Ort zum Gespräch getroffen. Zwischen Loisach und Spazierweg befindet sich ein Riss, und eine sogenannte „Grasvase“ könnte abrutschen. Nun geht es darum, ob man den Weg verlegt und wenn ja, wie weit.

Lesen Sie auch: Beliebter Moosrundweg zum Teil gesperrt

Das WWA sieht jetzt die Naturschützer am Zug, eine Lösung zu finden. Und hier besteht noch Diskussionsbedarf. Zum einen stehen die betroffenen Flächen unter Schutz, etwa, weil dort Wiesenbrüter nisten. Zum anderen will man vermeiden, dass im Klosterland ein allzu großes Wegenetz entsteht, sagt Pater Karl Geißinger vom ZUK. „Die Leute beachten schon jetzt die Sperrung kaum“, sagt er. Es sei schwierig, einen bekannten und beliebten Weg einfach zu sperren, und einen neuen auszuweisen. „Die Leute laufen und radeln dann überall.“ Deshalb schlägt er vor, nach Möglichkeiten zu suchen, wie man den bestehenden Weg so erhalten kann, dass sich Fluss, Menschen und Tiere buchstäblich nicht ins Gehege kommen.

„Momentan gibt es noch keine Lösung. Es wird weitere Besprechungen geben“, sagt auch Landratsamtssprecherin Marlis Peischer nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde. Die Gemeinde Benediktbeuern wird zur nächsten Besprechung einen Fachmann einladen, der sich intensiv mit dem sensiblen Öko-System im Klosterland beschäftigt hat, berichtet Franz Pölt von der Gemeinde. „Dann sehen wir weiter.“

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