Drastischer Lebensmittel-Rückruf - Behörden lösen sogar via „Katwarn“ Gefahren-Alarm aus

Drastischer Lebensmittel-Rückruf - Behörden lösen sogar via „Katwarn“ Gefahren-Alarm aus
+
Gipfeltreffen auf dem Herzogstand: Martin Bachhuber (Mi., mit Ehefrau Sonja) wurde zum CSU-Ehrenkreisvorsitzenden ernannt. Mit dabei (v. li.): Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Bachhubers Nachfolger als Kreis-Chef, Thomas Holz. 

Ehemaliger Kreisvorsitzender ausgezeichnet

Gipfeltreffen der CSU mit Aigner und Stoiber

  • schließen

Beim „Gipfeltreffen“ der CSU auf dem Herzogstand wurde Ex-Kreis-Chef Martin Bachhuber ausgezeichnet - und mit viel Lob von Ilse Aigner und Edmund Stoiber bedacht.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Der Ort für Martin Bachhubers Verabschiedung war gut gewählt, schließlich ist der Heilbrunner in seiner knapp bemessenen Freizeit gerne in den Bergen unterwegs. Auf dem Herzogstand versammelte sich am Sonntag dann auch alles, was in der CSU in der Region Rang und Namen hat, um den scheidenden CSU-Kreisvorsitzenden nach 16 Jahren im Amt offiziell zu verabschieden. Landtagspräsidentin Ilse Aigner war genauso gekommen wie der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber.

Bachhuber ist „quasi rund um die Uhr im Einsatz“

Nach einer kurzen Andacht mit Diakon Georg Meigel hatte Bachhubers Nachfolger Thomas Holz das erste Wort. „32, 16, 1870 und 94 130.“ Diese Zahlen stehen für das große Engagement Bachhubers, sagte Holz. „Insgesamt 32 Jahre lang hast du der Kreisvorstandschaft angehört, 16 davon als Kreisvorsitzender. 1870 Veranstaltungen hast du in dieser Zeit für den Kreisverband absolviert – und dafür 94 130 Kilometer zurückgelegt.“ Bachhuber habe immer „für seinen Kreisverband gelebt“, sagte Holz. Das entspreche dem Naturell des 64-Jährigen. „Wenn du was anpackst, dann machst du es gescheit – mit riesigem Einsatz, mit außergewöhnlichem Engagement – bis an deine gesundheitliche Belastungsgrenze oder auch darüber hinaus.“

 Bachhuber sei quasi rund um die Uhr im Dienst und immer für die Bürger ansprechbar – auch in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter, lobte Holz. Und in dieser Position und als Fraktionsvorsitzender der CSU im Kreistag arbeite Bachhuber ja weiter, freute sich der Kochler Bürgermeister. „Denn du bist nicht politikmüde. Wir verabschieden dich heute nur als Kreisvorsitzenden.“ Vorsichtshalber habe man Bachhuber zudem direkt nach seinem Ausscheiden aus dem Amt wieder in die Kreisvorstandschaft kooptiert, „damit dir ja nicht langweilig wird“, scherzte Holz.

Ilse Aigner: „Martin, es ist schön, dass ich deine Freundin sein darf.“

Ihm war es dann eine „große Ehre und Freude“, Bachhuber zum Ehren-Kreisvorsitzenden zu ernennen. Und weil man „von so einem Titel nicht direkt runterbeißen kann“, so Holz, überreichte er Bachhuber und dessen Frau Sonja auch noch einen Reisegutschein.

„Großen Respekt“ zollte Landtagspräsidentin Aigner ihrem Fraktionskollegen. Mit „großem Elan und Herzblut“ gehe Bachhuber alle Herausforderungen an. „Du setzt dich immer mit 120 Prozent ein.“ Dabei sei er mitunter ein wenig impulsiv, sagte Aigner lächelnd. „Du hast immer geradeheraus gesagt, was du dir gedacht hast.“ Diese Ehrlichkeit schätze sie besonders. „Martin, es ist schön, dass es dich gibt und dass ich deine Freundin sein darf.“

Dass Bachhubers Herz seit jeher besonders für die Kommunalpolitik schlägt, betonte der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber. Das habe er in seinen 24 Jahren als Heilbrunner Bürgermeister bewiesen, aber auch jetzt, als Landtagsabgeordneter, kümmere er sich um die Belange der Bürger. „Du sorgst für Vertrauen bei den Menschen“, lobte Stoiber. Dieser Einsatz sei heutzutage alles andere als selbstverständlich. „Lieber Martin, herzlichen Dank für 16 Jahre als Kreisvorsitzender.“

Martin Bachhuber: „Ich fühl mich ein bissl wie ein Austragler“

Der so Gelobte war „überwältigt“ von den vielen lieben Worten. Er habe immer versucht, alle Ämter „bestmöglich zu erfüllen“, sagte der Heilbrunner. Dabei sei es immer die Region gewesen, „für die ich das Beste herausholen wollte“. Er hoffe, „dass ich weiter die Kraft habe, für die Region zu arbeiten und noch einiges dafür erreichen kann“. Nach dem Ende seiner Amtszeit als Kreischef fühle er sich jetzt „ein bissl wie ein Austragler“. Es sei aber der richtige Zeitpunkt gewesen, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen. „Aber solange es gewünscht ist, stehe ich der neuen Vorstandschaft mit Rat und Tat zur Seite“, sagte Bachhuber. Und zwar auf hilfreiche Art, „nicht als alter Grantler, der sagt: ,Früher war alles besser‘.“ 

Diese Unterstützung forderte er auch von den anderen CSU-Mitgliedern ein. Natürlich könne man sagen, wenn einem etwas nicht passe. „Aber ihr müsst die Verantwortlichen unterstützen.“ Zum Schluss dankte Bachhuber den Laudatoren, vor allem aber seiner Frau Sonja und seiner ganzen Familie.

Lesen Sie auch:

Landtagsabgeordneter Urban (Grüne) fordert mehr Platz für Windkraft im Tölzer Land - stößt dabei aber Martin Bachhuber (CSU) auf wenig Gegenliebe.

Ilse Aigner sorgte mit ihrem Outfit für Aufregung.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

BMW-Raser flüchtet vor Polizei: Max (14) stirbt - Anwohnerin lebt seitdem in Angst
Unglaubliche Szenen spielten sich in der Nacht des 15. November in München ab. Ein Autofahrer raste in eine Gruppe Jugendlicher. Ein 14-Jähriger kam dabei ums Leben.
BMW-Raser flüchtet vor Polizei: Max (14) stirbt - Anwohnerin lebt seitdem in Angst
Tölz live: Vorschau auf Mittwoch: Kleine Hexe und Vogelbeobachtung
Kleiner Blechschaden da, großer Stau dort, eine Gewitterfront zieht an, ein tolles Konzert startet in Kürze. Hier gibt‘s unseren Newsblog direkt aus der Redaktion.
Tölz live: Vorschau auf Mittwoch: Kleine Hexe und Vogelbeobachtung
Kommunalwahl 2020: Linke will Landratskandidaten aufstellen, die ÖDP zurück in den Tölzer Kreistag
CSU, SPD, Freie Wähler und die Grünen: Bei ihnen ist klar, dass sie Bewerber für den Tölzer Kreistag und den Landratsposten ins Rennen schicken. Was aber ist mit den …
Kommunalwahl 2020: Linke will Landratskandidaten aufstellen, die ÖDP zurück in den Tölzer Kreistag
Erneuter Herzinfarkt: Sorge um Pfarrer Ludwig Scheiel
In den jüngsten Sonntagsgottesdiensten im Pfarrverband Gaißach-Reichersbeuern wurde bekannt gegeben, dass Pfarrer Ludwig Scheiel im Krankenhaus behandelt wird.
Erneuter Herzinfarkt: Sorge um Pfarrer Ludwig Scheiel

Kommentare