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Im Alpenwarmbad in Benediktbeuern hatten sich in jüngster Zeit zwei Unfälle ereignet.

Studie ist fertig

Gutachten: Sicherheit im Bad Benediktbeuern ist gewährleistet

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Das Alpenwarmbad in Benediktbeuern war heuer im Sommer ein Besuchermagnet. Kurz vor Ende der Saison ist nun auch die Sicherheitsstudie fertig geworden.

Benediktbeuern – Rund 200 000 Euro kann die Gemeinde heuer an Einnahmen aus dem Freibad verbuchen, gab Bürgermeister Hans Kiefersauer am Mittwoch im Gemeinderat bekannt. „Im Haushalt hatten wir 150 000 Euro veranschlagt.“ Es hätten wohl auch noch mehr als 200 000 Euro sein können, „wenn nicht der September so grottenschlecht gewesen wäre“, sagte Kiefersauer. „Sonst hätten wir die Rekordsaison von 2014 getoppt.“

Kurz vor Ende der Badesaison sei „endlich“ die Sicherheitsstudie fertig geworden. Wie berichtet, hatte die Gemeinde diese heuer im Frühjahr in Auftrag gegeben, weil sich im Sommer 2015 ein schwerer Badeunfall ereignet hatte. Heuer gab es einen weiteren Unfall. Beide Male waren Kinder betroffen.

Die Gemeinde hat zwischenzeitlich einen weiteren Bademeister eingestellt. „Und das war auch gut so, denn das ist eine Empfehlung aus diesem Gutachten“, berichtete Kiefersauer. Er machte keinen Hehl daraus und übte Kritik an der Deutschen Gesellschaft für Badewesen, die in seinen Augen die Studie deutlich schneller hätte erstellen müssen.

Gutachter will Badegäste gezählt wissen

Recht viel mehr als das, was die Gemeinde ohnehin schon getan habe, sei auch dem Gutachten nicht zu entnehmen, so der Bürgermeister. Dort, wo heuer Ende Juli ein kleines Kind ins Wasser gefallen war, weil es beim Laufen im abschüssigen Rasenbereich nicht mehr abbremsen konnte, werde man wie angekündigt eine Hainbuchenhecke pflanzen, sagte Kiefersauer. In den vergangenen Wochen behalf man sich mit Bänken als „Bremshilfe“. „Eine Hecke ist aber optisch ansprechender.“

Der Gutachter regt zudem an, eine Regelung zu finden, damit die Bademeister wissen, wie viele Personen sich genau im Bad befinden – um dann gegebenenfalls kurzfristig den Einlass zu sperren. „Denn wenn es bei schönem Wetter wuselt, ist die Aufsicht eine Herkulesarbeit“, sagte Kiefersauer.

Auch hier überlegt die Gemeinde schon seit längerem, wie man den Kassenbereich neu gestalten könnte. „Eventuell geht das mit einem Drehkreuz, das die Besucher zählt.“ Möglich sei aber auch, dass man Ein- und Ausgang trenne. „Wir arbeiten an einer Lösung.“ Derzeit gibt es laut Bürgermeister drei Bademeister sowie vier, fünf Ehrenamtliche, die das Silberne Rettungsabzeichen haben und auch noch für Aufsichten zur Verfügung stehen. Zudem habe sich ein Bauhof-Mitarbeiter bereit erklärt, dieses auch abzulegen, „damit er bei Bedarf dort auch noch helfen kann“, lobte Kiefersauer diesen Mitarbeiter ausdrücklich.

Bürgermeister appelliert an Eltern

Der Bürgermeister appellierte erneut an Eltern, im Bad auf ihre Kinder zu achten, und auch an alle anderen Badegäste, rücksichtsvoll zu sein. „Man darf nicht verschweigen, dass sich unsere Gesellschaft hier leider zum Negativen verändert.“

Erfreulich ist laut Kiefersauer, dass das Bad für seine Barrierefreiheit großes Lob bekommt. In Zusammenarbeit mit Ralph Seifert, Behindertenbeauftragter und Gemeinderat, wurden viele Ideen umgesetzt. Als nächstes sollen noch Kontraststreifen angebracht werden, damit Sehbehinderte sich am und im Wasser leichter zurecht finden. „Das ist bis zum nächsten Saisonstart erledigt“, versprach Kiefersauer Seifert.

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