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„Hackathlon Handwerk“ ersinnt Pfiffiges: Wenn der Füllstand im Glas per SMS kommt

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Die drei Sieger-Teams, deren Produkte beim „Hackathon Handwerk“ in Benediktbeuern prämiert worden sind. Teilnehmen konnte jeder, der sich meldet
Die drei Sieger-Teams, deren Produkte beim „Hackathon Handwerk“ in Benediktbeuern prämiert worden sind. Teilnehmen konnte jeder, der sich meldet © ESC

Findige Lösungen für verschiedene Probleme wurden jetzt beim „Hackathlon Handwerk“ in Benediktbeuern entwickelt. Einen Preis gab es am Ende unter anderem für die „Bierthron“.

Benediktbeuern – Die Dinge, die beim ersten „Hackathon Handwerk“ der Initiative „Servus Zukunft“ vor Kurzem im Fraunhofer Zentrum des Klosters Benediktbeuern entwickelt wurden, waren eigentlich relativ simpel. Da waren knapp 30 Stunden lang Handwerker, ITler, Programmierer und innovationsbegeisterte Leute zusammen gekommen und haben versucht, für selbst gestellte Problemkreise Lösungen zu entwickeln.

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Gemeinsam auf der Suche nach innovativen Lösungen

Ein Hackathon ist ein Event, auf dem interdisziplinäre Talente aus unterschiedlichen Bereichen zusammentreffen, um innovative und mitunter ungewöhnliche Lösungen für reale und relevante Probleme aus der Industrie/Wirtschaft zu entwickeln. Der Begriff setzt sich zusammen aus „Hacking“ (im Deutschen: tüfteln) und „Marathon“. „Insgesamt eine sehr gute Idee, Handwerk und Digitalisierung zusammenzubringen“, betonte Landrat Josef Niedermaier, der zur Präsentation und „Siegerehrung“ gekommen war.

Ein Ziel ist es auch, die Digitalisierung im Handwerk voranzubringen

„Servus Zukunft“ ist eine gemeinsame Initiative der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH und dem Wirtschaftsforum Oberland. Gemeinsam werden hier Projekte im Bereich ,,Innovation und Gründen“ umgesetzt. Dazu zähle zweifellos auch der Ansatz, die Digitalisierung im Handwerk voranzubringen, zeigte sich Niedermaier angetan. „Die Leute hatten richtig Spaß bei der Arbeit“, beschrieb Ingrid Wildemann-Dominguez, die Verantwortliche für das Projekt, die gute Stimmung während des Hackathons unter den Teilnehmern: „Manche haben sogar die ganze Nacht durchgearbeitet“, berichtet sie über das Vorgehen.

„Workguard“ erhöht die Arbeitssicherheit

Prämiert wurden dann drei Projekte. So zum Beispiel der „Workguard“, ein Gerät, das der Arbeitssicherheit dient. Ausgestattet mit Lärm-, Temperatur- und Gas-Sensor, kann das Gerät am Körper getragen werden. Dabei warnt es optisch, akustisch und auch per Funk, wenn eine gefährliche Umgebungssituation eintreten sollte. Das Team „Findus“ baute eine Software, die die Suche nach bestimmten Ausstattungsdetails in zig Katalogen, zum Beispiel Lampen, bei öffentlichen Ausschreibungen drastisch vereinfacht. „Das bedeutet eine enorme Zeitersparnis etwa für Elektro-Planer“, erklärte Ingrid Wildemann-Dominguez.

Das „Bierthron“ informiert über den Füllstand im Glas

Mit einem Preis gewürdigt wurde auch die pfiffige Idee des „Bierthrons“. Er sendet „Chatbots“ oder informiert auch per SMS über die Temperatur des Getränks oder dessen Füllstand im Glas.

„Teilnehmen konnte bei dem Hackathon Handwerk jeder, der sich meldet. Wir haben über die Handwerkskammern und Unternehmerverbände breit eingeladen“, sagte die Projektleiterin Ingrid Wildemann-Dominguez und denkt dabei bereits an eine Neuauflage.

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