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Hans Kiefersauer, Bürgermeister von Benediktbeuern.

Erklärung in Bürgerversammlung

Hans Kiefersauer will 2020 in Benediktbeuern wieder antreten

Vieles wurde angepackt und durchgezogen. Vieles ist im Werden: Bei der Bürgerversammlung in Benediktbeuern zog Bürgermeister Hans Kiefersauer ein positives Fazit des zurückliegenden Jahres und seiner bisherigen Arbeit als Gemeindechef.

Benediktbeuern – „Es kann sich wahrlich sehen lassen, was wir alles schon geschafft haben“, bilanzierte Hans Kiefersauer bei der Versammlung am Dienstag im Hotel Friedenseiche. Bisher habe es „in der Geschichte von Benediktbeuern noch keine Legislaturperiode gegeben“, in der so viele Projekte verschiedenster Art geplant und umgesetzt worden seien wie seit 2014, als er zum Ersten Bürgermeister gewählt worden sei.

So schreite der Glasfaser-Ausbau im Ort kontinuierlich voran und werde voraussichtlich bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. „Hier sind wir einen großen Schritt in Richtung Zukunft gegangen“, sagte Kiefersauer. Auch die Wasserleitungen wurden und würden weiterhin sukzessive erneuert, wodurch die Wasserverluste bereits deutlich gesunken seien. In diesem Zusammenhang regte Kiefersauer an, darüber nachzudenken, das Wasserschutzgebiet zu verkleinern. „Auch mit dem Ziel, den ortsansässigen Landwirten eine optimale Bewirtschaftung ihrer Felder zu ermöglichen“.

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Als „wichtigen Wirtschaftsfaktor“ für das Dorf bezeichnete Kiefersauer einen „sanften Tourismus“. Auch hier sei seit 2014 einiges bewegt worden. Beispielsweise nehme Benediktbeuern am Wanderwegekonzept „Tölzer Land Süd“ teil, wodurch unter anderem eine ortsübergreifende, einheitliche Beschilderung der Wanderwege erzielt werden solle. In den Bereich Tourismus falle auch der Umbau des ehemaligen Gästeparks in einen Gemeindepark. Im Frühjahr 2019 soll er fertig sein.

Erfolgreich fiel auch seine Bilanz zum Alpenwarmbad aus. Kiefersauer betonte die Bedeutung des Bads für den Ort: „Wir haben unser Schwimmbad nicht nur für unsere Badegäste grundsaniert.“ Das Bad habe eine große Bedeutung als Trainings- und Wettkampfort für den örtlichen Schwimmverein. Auch für Schwimmkurse für Kinder sei das Bad sehr wichtig und müsse dafür auch in Zukunft zur Verfügung stehen.

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Nicht ganz reibungslos läuft es bei der Schaffung von Wohnraum im Klosterort. Bezahlbare Wohnungen zu finden sei etwa für Studenten ein Problem, so Kiefersauer. Auch das geplante Einheimischenmodell sowie der kommunale Wohnungsbau scheinen erst einmal ins Stocken geraten. Bei letzterem würden derzeit zwei mögliche neue Standorte geprüft.

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Ein Wermutstropfen ist für Kiefersauer das Votum des Bürgerentscheids zum Erhalt des Lainbachwalds. Er betonte zwar, er werde sich auch nach der Bindefrist von einem Jahr daran halten. „Das heißt aber auch, dass wir auf lange Sicht zum Beispiel jungen Handwerkern keine Flächen zur An- oder Umsiedelung anbieten können.“ Die Suche nach alternativen Gewerbeflächen werde langwierig. Deshalb werde es „auf Jahre hin Stillstand für unsere Gewerbetreibenden und letztlich auch bei den Steuereinnahmen bedeuten“.

Hinsichtlich der bevorstehenden Kommunalwahl im Jahr 2020 gab Kiefersauer bekannt, er werde „auf jeden Fall wieder“ für das Amt des Bürgermeisters kandidieren. Gesundheitlich gehe es ihm wieder „sehr gut“. Benediktbeuern brauche einen „Macher“, denn: „Wir haben noch viel zu tun.“

Franziska Seliger

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