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Seit 79 Jahren ist Sepp Demmel (re.) Mitglied bei der Feuerwehr. Das bestätigte ihm Vorstand Thomas Rest mit einer Urkunde. 

Hauptversammlung der Feuerwehr 

Weihwasser fürs neue Löschfahrzeug

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Die Hauptversammlung der Feuerwehr Benediktbeuern war geprägt von der Freude über das neue Löschfahrzeug. Zusätzlich erhielt ein Mitglied eine besondere Urkunde. 

Benediktbeuern Die Freude über ihr neues Löschfahrzeug, das im Dezember in Dienst gestellt wurde, bestimmte alle Reden in der Hauptversammlung der Feuerwehr Benediktbeuern am Freitag. Mit der Tragkraftspritze TS 15, einem 2500 Liter fassenden Wassertank, einem Faltbehälter der zusätzliche 5000 Liter aufnehmen kann, einer Wärmebild-Kamera und einem HochdruckLüfter ausgestattet, „sind wir nun für die Anforderungen der modernen Zeit optimal ausgestattet“, betonte Kommandant Daniel Sliva.

Rund 360 000 Euro kostete das neue Feuerwehrauto, dass das 38 Jahre alte TLF 16/25 abgelöst hat. „Erfreulicherweise haben wir dazu etwa 88 000 Euro staatliche Förderung erhalten“, sagte Bürgermeister Toni Ortlieb. Die Segnung des Fahrzeugs ist für den 29. März geplant. Der Rathauschef dankte seiner Wehr vor allem dafür, „dass ihr euch zu jeder Tages- und Nachtzeit in den Dienst der Allgemeinheit stellt.“

360 000 Euro für neues Löschfahrzeug 

„Insgesamt gab es 2019 nichts besonders Erwähnenswertes“, stellte der Kommandant fest. So waren die derzeit 77 aktiven Feuerwehrleute, darunter zwei Frauen, zu insgesamt 43 Einsätzen ausgerückt: Zu neun Bränden, zu 22 technischen Hilfeleistungen und achtmal zu Verkehrsdiensten. Zusammen mit den Übungen habe man insgesamt 1400 Stunden abgeleistet. „Durchschnittlich haben sich 35 Mann an den diversen Übungen beteiligt“, so der Kommandant. Primus war hier Sebastian Rücker, der an keiner einzigen Übung gefehlt hatte. In diesem Zusammenhang appellierte Sliva an seine Mannschaft, „doch wieder häufiger zu den Übungen zu kommen.“

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Bewährt habe sich, die Führung der Wehr auf drei Schultern zu verteilen, auf den Kommandanten und seine beiden ständigen Stellvertreter Klaus Schwaiger und Hubert Schmid. Gut funktioniere auch die Jugendfeuerwehr mit derzeit 23 Anwärtern, darunter drei weibliche unter der Leitung von Mario Schulze und Korbinian Hoiß.

Kirchliche Segnung des neuen Fahrzeugs für 29. März geplant 

Auch in Benediktbeuern komme es immer wieder zu Fehlalarmen durch Brand-Meldeanlagen (BMA). Dennoch warnte Sliva seine Wehr: „Geht nicht davon aus, dass es sich bei jedem Alarm mit dem Stichwort BMA um einen Fehlalarm handelt.“ Neben dem neuen Fahrzeug wurde 2019 noch ein Rucksack mit Spezial-Werkzeug zu Türöffnungen beschafft. „Leider nehmen nämlich Einsätze zur Rettung hilfsbedürftiger, zumeist älterer Personen, mehr und mehr zu.“

Sepp Demmel als ältestes Mitglied der Beurer Weht geehrt 

Eine ganz besondere Urkunde überreichte dann noch Vorstand Thomas Rest an Sepp Demmel, „das älteste Mitglied der Beurer Wehr.“ Darin wurde dem heute 94-Jährigen bestätigt, dass er immer noch passives Mitglied ist. Demmel war 1941 als Aktiver in die Beurer Wehr eingetreten. Da er zwischenzeitlich nach Oberhaching verzogen war, war seine Mitgliedschaft im Laufe der Jahrzehnte irgendwie verschüttet gegangen. Der rüstige Senior freute sich sichtlich über die Urkunde, die bestätigt, dass er Benediktbeuerns ältester Feuerwehrmann ist.

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„Immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr“, habe Bürgermeister Toni Ortlieb, versicherten Vorstand und Kommandant in ihren Dankesworten für die Unterstützung durch die Gemeinde. Und der Rathauschef wünschte schließlich allen, dass sie nach Einsätzen, „immer wieder gesund nach Hause kommen“. 

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