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Mit der Faust hat ein Bichler im Fasching zugeschlagen. 

Gericht 

Im Fasching flogen die Fäuste

Schmerzensgeld, Dauerarrest, Alkoholverbot: Ein Bichler wurde nun dafür verurteilt, dass er auf einer Faschingsfeier mit der Faust zuschlug.

Benediktbeuern/Wolfratshausen Auf einer Faschingsfeier in Benediktbeuern flogen nicht nur die Löcher aus dem Käse – sondern es flogen auch die Fäuste. Ein Bichler schlug am Faschingssamstag zweimal zu und musste sich dafür vor dem Wolfratshauser Amtsgericht verantworten. Der 20-Jährige wurde zu einer Woche Dauerarrest verurteilt und muss 3000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Zudem muss er ein Jahr auf Alkohol verzichten.

Der Angeklagte sah sich zu seiner Tat provoziert. „Ich habe einen Schlag auf den Nacken bekommen, und wurde als Arschloch beleidigt“, gab der Auszubildende zu Protokoll. Daraufhin habe er hinter sich „gelangt“ und dabei die Nase des 18-jährigen Penzbergers erwischt, den er als Aggressor ausgemacht habe.

An einen weiteren Schlag gegen einen Begleiter des Opfers konnte sich der Angeklagte hingegen nicht mehr erinnern. Der Penzberger schilderte die Situation anders. „Ich bin ihm nur aus dem Weg gegangen, weil er an mir vorbei gehen wollte“, erinnerte er sich. Kurz darauf habe sich der Angeklagte vor ihm aufgebaut und ihm völlig unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Dabei zog sich der 18-Jährige eine Nasenbeinfraktur zu, die in der Münchner Uniklinik operiert werden musste. Das zweite Opfer wollte den Streit schlichten: Nach dem Schlag gegen seinen Freund sei er zwischen die beiden Streithähne gegangen. „Daraufhin habe ich den nächsten Fausthieb abbekommen“.

Im Vorfeld der Verhandlungen hatte sich der Angeklagte mit dem Penzberger bereits auf einen Vergleich geeinigt: 3000 Euro Schmerzensgeld hat er zu bezahlen. Jugendrichter Urs Wäckerlin verurteilte den 20-Jährigen wegen zweifacher Körperverletzung außerdem zu einer Woche Dauerarrest. „Ohne den Vergleich wären es mehrere Wochen geworden“, machte Wäckerlin in seiner Urteilsbegründung klar.

Der Bichler wurde bereits mehrfach wegen ähnlicher Vergehen, bei denen er ebenfalls betrunken war, belangt. „Ihr Umgang mit dem Alkohol ist untragbar“, erklärte der Richter. „Sie haben das nicht im Griff.“ Das Gericht erlegte dem Angeklagten ein einjähriges Alkoholverbot auf. Dominik Stallein

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