Sophie Kiening (14, Viola) aus Lenggries trug eine Romanze von Max Bruch vor. Am Flügel wurde sie von Prof. Johannes Umbreit begleitet. Foto: rbe

„Jugend musiziert“ im Benediktbeurer Barocksaal

Junge Meister

Benediktbeuern - Musikschüler aus fünf Landkreisen haben nun ihr Wettbewerbsprogramm für "Jugend musiziert" im Kloster Benediktbeuern vorgestellt. 

Jahrelang haben sie an Fingersätzen und sauberer Intonation gefeilt, haben Akkorde, Läufe und Triller geübt, bis sie mit einigem Vergnügen auch anspruchsvolle Kompositionen technisch korrekt meistern konnten. Sie haben ein Verständnis für richtige Phrasierung und Rhythmus entwickelt und schließlich jene „Musikalität“ in ihr Spiel gebracht, die Musik zum Erlebnis werden lässt. Musiklehrer aus fünf Landkreisen haben es am Wochenende ihren besten Schülern ermöglicht, im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern ihr Können unter Beweis zu stellen – gleichsam als letzte Generalprobe für deren Teilnahme am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“.

Musik hören aus der Konserve ist gut, Konzerte besuchen ist besser, selber Musik machen ist die Königsdisziplin. Das haben jetzt 20 Kinder und Jugendliche von acht bis 15 Jahren aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg und München demonstriert. Sie haben im Barocksaal vor großem Publikum vorgespielt, haben Bühnenluft geschnuppert, ihre Nervosität besiegt und ihre nicht minder angespannten Eltern mit Stolz erfüllt.

Das von Klavierlehrerin Eva Müller organisierte und sehr gut besuchte Konzert war ein voller Erfolg. Es gab dabei bis auf eine Ausnahme keine Soloauftritte: Gefragt war das gemeinsame Konzertieren im Duo oder Trio in den Klassen Klavier, Violine/Viola, Violoncello, Klarinette und Querflöte. Das macht es noch einmal anspruchsvoller, denn da müssen die Einsätze abgestimmt sein, müssen sich das technische Können der Akteure und die musikalische Auffassung vom aufgeführten Werk im Einklang befinden.

Dass bei den Interpretationen der teils sehr anspruchsvollen Werke aus der Barockzeit, aus der Klassik, Romantik und Moderne noch nicht alles ganz „perfekt“ sein konnte und es hinterher sicher noch die eine oder andere Manöverkritik seitens der Musiklehrer gegeben hat, das sind Petitessen angesichts des gezeigten eindrucksvollen Leistungsniveaus.

Es gab großen Beifall, und viele der Teilnehmer haben ganz sicher das Zeug dazu, auch beim Landes- und Bundesentscheid von „Jugend musiziert“ durchzustarten. Eigentlich sollte man niemanden hervorheben, doch was der erst elfjährige Nicolas Schad aus Starnberg zeigte, das war schon ganz außergewöhnlich.  (rbe)

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