Neuer Club-Leiter: Marcus Kolm (25) hat die Nachfolge von Luise Klingebiel angetreten. Der Sozialpädagoge, der mit seiner Familie in Bichl lebt, macht gern Musik und will Angebote für Jugendliche schaffen.
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Neuer Club-Leiter: Marcus Kolm (25) hat die Nachfolge von Luise Klingebiel angetreten. Der Sozialpädagoge, der mit seiner Familie in Bichl lebt, macht gern Musik und will Angebote für Jugendliche schaffen.

Jugendarbeit im Loisachtal

Marcus Kolm leitet Don-Bosco-Club und hat viel in Sachen Musik vor

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Marcus Kolm (25) leitet jetzt den Don-Bosco-Club in Benediktbeuern. Seit Wiedereröffnung ist die Nachfrage groß. Der Trägerverein baut zudem die Jugendarbeit in Bad Heilbrunn auf.

Benediktbeuern/Bad Heilbrunn – Marcus Kolm ist den Jugendlichen nicht fremd: Der 25-Jährige war seit Oktober 2020 der Mobile Jugendarbeiter („Streetworker“) im Loisachtal und stundenweise auch im Don-Bosco-Club tätig. Nun hat er dessen Leitung übernommen, weil sich Luise Klingebiel in der Corona-Zeit neu orientiert hat. Kolm stammt ursprünglich aus dem Landkreis Mühldorf, hat in Benediktbeuern studiert und lebt in Bichl.

Seit Mitte Mai hat der Jugendclub mit Hygieneauflagen wieder geöffnet. „Die Freude ist riesig, und der Andrang groß“, berichtet Kolm. „Alle sagen, wie sehr sie den Club vermisst haben und sind froh, dass man sich jetzt wieder hier treffen kann.“ Das gewohnte Angebot gebe es freilich noch nicht. „Wir dürfen nichts mit Körperkontakt machen, also zum Beispiel nicht Basketball oder Karten spielen, da müssten wir jede Karte desinfizieren.“ Möglich seien aber Billard und Tischtennis. Generell stehe aber das Ratschen an erster Stelle, sagt Kolm: „Die Jugendlichen wollen sich am liebsten persönlich sehen und austauschen.“

Der Fokus liegt auf Musik und Bands

Kolm hat an der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) auch die Musikpädagogische Zusatzausbildung durchlaufen. Er will den Bandraum im Club wieder beleben und in ein kleines Tonstudio verwandeln. Dafür wurde Geld beim Förderverein beantragt. „Die Jugendlichen können zum Beispiel die Grundlagen von Standardinstrumenten lernen oder wie man Beats am PC macht.“ Kolm, selbst leidenschaftlicher Gitarrist, will auch ein Bandprojekt für Einsteiger anbieten. Der Raum soll zudem lokalen Bands als Proberaum zur Verfügung stehen. Der Club hat derzeit donnerstags von 16 bis 19 Uhr, freitags von 17 bis 22 und samstags von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Zudem werden vertrauliche Einzelgespräche angeboten. „Die Nachfrage ist da“, sagt Kolm.

Da er nun als Streetworker nicht mehr zur Verfügung steht, sucht der Trägerverein für die Kinder- und Jugendarbeit im Loisachtal (TKJL) einen Nachfolger. „Die Stellenausschreibung läuft, und es sind schon Bewerbungen eingegangen“, sagt Vorstand Christoph Budde. Er ist zuversichtlich, rasch jemanden zu finden. Erfreulicherweise gebe es vom Amt für Jugend und Familie im Landratsamt die Zusage, dass die Stelle auch dann bezuschusst werde, wenn sie eine Person übernimmt, die ihre sozialpädagogische Ausbildung noch nicht ganz abgeschlossen hat, etwa ein Student von der KSH. „Der Zuschuss ging bislang nur mit abgeschlossener Ausbildung.“

Jugendarbeit in Bad Heilbrunn

Der Trägerverein baut derzeit auch die Jugendarbeit in Bad Heilbrunn auf. Hier können die Jugendlichen einen Raum im Pfarrheim nutzen, auch dieser ist seit wenigen Tagen wieder geöffnet. Die Betreuung wird Sabine Maier übernehmen, die lange Zeit den Don-Bosco-Club in Benediktbeuern führte. Budde freut sich, dass der Verein einen guten Ruf genießt. „In Bad Heilbrunn war die ehemalige Streetworkerin Tini Schwarm recht aktiv und hat sehr gute Arbeit geleistet.“ Auch die Zusammenarbeit mit dem Heilbrunner Jugendreferenten Kilian Spindler sei sehr gut.

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