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„Die Älteren durften immer mehr als wir“: Die Benediktbeurer Bürgermeisterkandidaten (v. li.) Toni Ortlieb, Rudi Mühlhans, Hanns-Frank Seller und Moderatorin Verena Peck.

Don-Bosco-Club

Jugendliche fragen Benediktbeurer Kandidaten: „Was verdient  ein Bürgermeister?“

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Den Fragen der Jugendlichen stellten sich die drei Benediktbeurer Bürgermeisterkandidaten im Don-Bosco-Club.

BenediktbeuernWas verdient eigentlich ein Bürgermeister? Wie war die eigene Jugend in Benediktbeuern, und welche Überlegungen gibt es in der Gemeinde, um den Klimaschutz zu verbessern? Fragen wie diese brannten rund 20 Jugendlichen auf den Nägeln, die bei der Veranstaltung „face to face – 3 Bürgermeisterkandidaten im Check“ Hanns-Frank Seller (CSU), Rudi Mühlhans (Freie Bürgerliste Miteinander) und Toni Ortlieb (Benediktbeurer Bürgervereinigung) auf den Zahn fühlten.

Organisiert hatte die Runde Kreisjugendpflegerin Verena Peck, die Jugendbeauftragte der Gemeinde Benediktbeuern, Sandra Rauchenberger, und der Trägerverein Kinder- und Jugendarbeit im Loisachtal mit dem Jugendzentrum Don-Bosco-Club. Dort stellten sich die drei Bürgermeisterkandidaten, die sich am 30. Juni um die Nachfolge des verstorbenen Rathauschefs Hans Kiefersauer bewerben, den Fragen. Mühlhans war im T-Shirt erschienen, Ortlieb im legeren Hemd, Seller trug Krawatte. „Als stellvertretender Bürgermeister führe ich gerade die Amtsgeschäfte. Deshalb die Krawatte“, erklärte er.

Wo war früher der Lieblingsplatz der Kandidaten?

Zum Einstieg wollte Peck von den „drei waschechten Benediktbeurern“ wissen, was sie selbst in ihrer Jugend im Ort besonders gern gemocht hätten und was am meisten genervt habe. „Oben im Kirchturm in der Zwiebel“ war Sellers (59) Lieblingsort. Er sei auch gerne in die Schule gegangen. „Wir hatten mehr Freizeit und nicht so einen Leistungsdruck wie heute“, sagte er. An Negatives erinnert er sich eigentlich nicht – außer vielleicht an eine Watschen, die er sich einmal beim Fußballspielen vom Vater eines Kameraden fing, „weil ich so blöd geschaut habe“.

Der schlimmste Ort für Mühlhans war die Schule der fünften und sechsten Klasse. „Weil wir einen Lehrer aus einer Zeit hatten, die Gott sei Dank vorbei ist.“ Ansonsten sei das ganze Dorf „unser Platz“ gewesen. „Aber der beste Ort war der Don-Bosco-Club“, sagte der 52-Jährige.

Sich aufgehoben fühlen im Ministrantenleben – „das hat mir brutal gut gefallen“, sagte Ortlieb (45). Sie seien damals viel in der Natur unterwegs gewesen. Genervt habe ihn wenig – außer das Übliche: „Dass die Älteren immer mehr durften als wir.“

Was passiert in Sachen Klimaschutz?

Auf die Frage, wie viel ein Bürgermeister verdient, hatte keiner spontan eine Zahl parat. „Das Geld ist kein Motiv, Bürgermeister zu werden“, sagte Mühlhans. 5500 Euro brutto könnten es sein, rätselte er. „Man kann mit dem Gehalt hier wohnen, ein Auto haben und in Urlaub fahren. Aber das Amt muss eine Herzensangelegenheit sein“, sagte Ortlieb. Auf die Frage nach dem Klimaschutz antwortete Ortlieb, dass die Gemeinde bereits einiges umgesetzt habe – von der Photovoltaikanlage auf dem Rathaus bis zur E-Tankstelle. Auch Blühstreifen habe man angelegt, ergänzte Seller, der sich darüber hinaus noch eine bessere Nutzung der Wasserkraft wünscht.

Mühlhans warb für die Teilnahme am Stadtradeln ab 22. Juni. Dafür kann sich jeder in der Gemeinde anmelden und dann drei Wochen lang möglichst viele Kilometer auf dem Bike zurücklegen und so CO2 einsparen. 

Nach der Veranstaltung stellten sich die drei Kandidaten in der Podiumsdiskussion des Tölzer Kurier den Fragen der Zuschauer. Das Video in voller Länge dazu gibt es hier.

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