Die Störche konnten heuer ihren Nachwuchs nicht durchbringen. 
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Die Störche konnten heuer ihren Nachwuchs nicht durchbringen. 

Zentrum für Umwelt und Kultur 

Kloster-Storchennachwuchs hat Regenperiode nicht überlebt

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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Traurige Neuigkeiten gibt es aus dem Kloster Benediktbeuern. Alle drei Storchen-Babys aus dem Nest auf dem Klosterdach, sind verendet. Sie haben die vergangene Regenperiode nicht überlebt.

Benediktbeuern – Pater Karl Geißinger, Rektor des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) ist enttäuscht. „Das ist dieses Jahr nicht gut gegangen. Es sollte scheinbar nicht sein.“ Dass kleine Störche in frühen Monaten nach der Geburt längere Regen- oder Kälteperioden oft nicht überleben, sei ein bekanntes Phänomen. „Das ist in den vergangenen Jahren leider immer mal wieder vorgekommen“, sagt Pater Geißinger. Grund dafür sei, dass „die Jungvögel noch kein wärmendes Untergefieder haben. Die Oberfedern schützen sie nicht gut genug vor Dauerregen und Kälte.“

Längere Regenperiode hat Jungstörchen das Leben gekostet 

Gewissheit über den Tod der kleinen Störche brachten Drohnenaufnahmen. „Ich war angesichts der ungünstigen Wetterverhältnisse der vergangenen Tage und Wochen schon beunruhigt. Als wir dann gesehen haben, dass die Storchen-Eltern über einen halben Tag nicht auf Futtersuche waren, ahnte ich bereits, was passiert ist.“ Denn: Der Nachwuchs war zu diesem Zeitpunkt vier Monate alt. In diesem Wachstumsstadium benötigen die Jungvögel sehr viel Futter. Dass die erwachsenen Störche dann nicht auf Futtersuche gehen, sei unüblich. „Daraufhin hat ein Mitarbeiter mit seiner Drohne Bilder vom Nest gemacht. Dort konnten wir dann erkennen, dass die Jungstörche tot im Nest liegen“, erklärt der Ordensmann. Ebenso wie in Benediktbeuern hat es laut Pater Geißinger auch den Nachwuchs in Bichl erwischt. „Eines hat meines Wissens aber überlebt“, sagt er.

Störche suchen sich neues Revier, wenn ihr Nachwuchs öfter nicht überlebt 

Ein Storch wird laut Geißinger mindestens 30 Jahre alt. Daher sei ein einmalig gestorbener Nachwuchs „noch keine Tragödie für die Tiere.“ Nun bleibe aber zu hoffen, dass „die Brut nächstes Jahr erfolgreicher ist“, sagt er. Denn sollte der Nachwuchs öfter nicht überleben, liege es in der Natur der Vögel, sich ein neues Revier zu suchen.

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Doch die Hoffnung, auch in den kommenden Jahren Storchenküken im Kloster beobachten zu können, hat der ZUK-Leiter noch: Das weitläufige Klostergelände sei normalerweise ein guter Ort für brütende Störche. „Der Wind, die Moore und das Nahrungsangebot, das hier für die Vögel herrscht, ist eigentlich optimal“, erklärt er. Dies merke man auch daran, dass manche Störche sogar das ganze Jahr, also auch über die Wintermonate, auf dem Klosterdach verweilen würden.  

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