Die Jungen können ihre Köpfe schon über den Nestrand strecken. „Die Erwartung von Fütterung treibt die langen Hälse in die Höhe“, schreibt der Fotograf dieser Aufnahme, Andreas Sauer.
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Die Jungen können ihre Köpfe schon über den Nestrand strecken. „Die Erwartung von Fütterung treibt die langen Hälse in die Höhe“, schreibt der Fotograf dieser Aufnahme, Andreas Sauer.

Erstmals seit zwei Jahren

Jungstörche in Benediktbeuern: „Das ist ausgezeichnet“

Erfreuliches gibt es aus dem Kloster Benediktbeuern zu berichten: Das Storchenpaar hat Nachwuchs bekommen. Laut Pater Karl Geißinger, Rektor des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK), sollen es vier junge Störche sein.

Benediktbeuern - „Das ist ausgezeichnet. Sie haben sogar schon ihre Köpfchen rausgestreckt“, berichtet Pater Geißinger. „Ursprünglich waren es fünf Junge, aber eines wurde tot unten am Boden gefunden.“ Das sei aber nicht verwunderlich, denn laut Pater Geißinger legen Störche im Durchschnitt etwa vier bis sechs Eier. „Wenn davon zwei durchkommen, ist es super.“ Mitte März wurden die Eier gelegt, Ende April sind die Vögel dann geschlüpft. „Die Störche werden jetzt circa vier Wochen alt sein“, vermutet er.

Pater Geißinger erklärt, dass die Jungen keine Überlebenschance haben, wenn Dauerregen einsetzt. „Gottseidank waren sie heuer etwas später dran“. Das Problem sei, dass sich die Jungen nicht schützen können, weil sie noch keine warmen Unterfedern haben. Zwar könnten die Altvögel die Jungen mit ihrem Gefieder erst einmal vor Nässe abschirmen, „aber wenn deren Obergefieder durchnässt ist, müssen die Altvögel aufstehen und sich schütteln“, so Pater Geißinger. Die jungen Störche würden dann erfrieren.

Heuer habe es zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder Storchennachwuchs in Benediktbeuern gegeben. „Wenn es diesmal nicht geklappt hätte, hätte man bei diesem Paar nicht mehr mit Nachwuchs gerechnet“, sagt der ZUK-Rektor.

Die jungen Störche bleiben nun erst einmal von ihrer Schlupfzeit bis zum August den ganzen Sommer über im Nest. Dann fliegen sie nach Westafrika, um dort zu überwintern. (oy)

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