Die B11 in Benediktbeuern ist für einen eigenen Fahrradstreifen zu eng. Symbolfoto: dpa

Benediktbeuern kann Idee aus Ohlstadt nicht umsetzen

Wie kann Radfahren sicherer werden?

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Benediktbeuern – Wie kann man das Radfahren auf der Bundesstraße in Benediktbeuern sicherer machen? Bürgermeister Hans Kiefersauer hat sich nun danach erkundigt, ob man eine Idee aus Ohlstadt umsetzen kann – nämlich ein markierter weißer Bereich eigens für Radfahrer.

Das berichtete er in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die Idee lässt sich im Klosterdorf aber nicht verwirklichen, weil die Straße nicht breit genug ist. Erforderlich wären 7,50 Meter, in Benediktbeuern ist sie aber nur zwischen 6,10 und 6,90 Meter breit, berichtete Kiefersauer von Gesprächen mit dem Landratsamt. Zum Vergleich: In Ohlstadt ist die Straße acht Meter breit. Der besagte Fahrradstreifen ist 1,25 Meter breit.

„Das heißt, bei uns wäre das Unfallrisiko noch höher, weil die Autos an den Radlern sehr nah vorbei fahren würden“, sagte Kiefersauer. Außerdem habe man ihm gesagt, „dass Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer zum Straßenbild gehören und gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen müssen“.

Im Gemeinderat wurde das zum Anlass genommen, kurz über die allgemeine Situation von Radfahrern im Loisachtal zu spreche. „Ein durchgehender Radweg nach Kochel wäre schön“, sagte Ralph Seifert. Bislang, so Kiefersauer, seien nur die Abschnitte Bichl – Benediktbeuern – Ried optimal. „Ab Ried ist dann die Gemeinde Kochel zuständig.“ Dort hege man zwar auch die gleichen Gedanken, aber „der Problempunkt sind halt immer die Grundstücksverhandlungen“.

Dritte Bürgermeisterin Margarete Steffens mahnte in diesem Zusammenhang nochmal die B11 in Benediktbeuern auf Höhe des neuen Feuerwehrhauses/Edeka-Markt an. Dort gebe es „abenteuerliche Szenarien“ für das Überqueren der Straße. „Wir brauchen hier unbedingt eine Lösung, am besten mit einer Verkehrsinsel.“ Vielleicht könnte man das im Zuge der Fertigstellung der Außenanlagen des FFW-Hauses regeln. „Denn kein Mensch geht den Weg bis zur Ampel an der Post.“ Kiefersauer will jetzt das Straßenbauamt nochmal um einen Termin bitten. „Wir werden es versuchen.“ Die Behörde hat bislang argumentiert, der Bereich sei für eine Verkehrsinsel zu schmal (wir berichteten).  

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