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Diskutierten zum Auftakt des „Klima-Frühlings Oberland 2019“ (v. li.): Landrat Wolfgang Rzehak, Energie-Fachbeirätin Cornelia Irmer, Bürgermeisterin Elke Zehetner, Sandro Thiele (Schüler-Bewegung GAP), Landrat Anton Speer und Referent Josef Göppel.

Auftaktveranstaltung

Klimafrühling lockt mit über 100 Veranstaltungen

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„Gemeinsam. Verantwortung. Hier!“ So lautet das Motto der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Garmisch-Partenkirchen und der Stadt Penzberg, die gemeinsam den „Klima-Frühling Oberland 2019“ ausrichten.

Benediktbeuern – Bei 114 Veranstaltungen in den kommenden drei Wochen sollen sich die Bürger darüber informieren, wie sie eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft in der Region aktiv mitgestalten können. Die Auftaktveranstaltung fand am Donnerstagabend im gut besetzten Allianzsaal des Benediktbeurer Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) statt.

Überraschungsgast war Sandro Thiele. Der Schüler des Garmischer Werdenfels-Gymnasiums hatte es mit seinen Mitstreitern geschafft, innerhalb von nur fünf Tagen 1300 Schüler für die Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ zu mobilisieren. Sehr zur Freude des Garmischer Landrats Anton Speer, der in der Podiumsdiskussion betonte: „Es ist nun sehr wichtig, den Kontakt mit der Jugend aufrecht zu erhalten. Jetzt ist die Politik gefordert.“ Sein Miesbacher Amtskollege Wolfgang Rzehak ermutigte die Jugendlichen weiterzumachen: „Gebt nicht auf, Euer Engagement ist gut.“ Rzehak würde sich wünschen, dass sich die jungen Erwachsenen „auch in der Kommunalpolitik engagieren, um ihre Bestrebungen auf breitere Füße zu stellen“. Ähnlich sieht das Cornelia Irmer, Kreisrätin und Sprecherin des Fachbeirats Energie im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: „Die Jugend braucht starke Verbündete, wenn sie etwas durchsetzen will.“

Wie sieht die Zukunft der Tourismus-Region aus?

Durchaus interessant waren auch die Antworten der Politiker auf die Frage einer Schülerin, wie sie die Zukunft in der Tourismus-Region Oberland sehen würden. Irmer forderte „mehr Radwege. Wir können einen großen Teil der Mobilität mit dem Radl abdecken.“ Der Miesbacher Landrat erklärte: „Wir müssen die Schiene stärken. Zwar sind auch mehr Ladestationen in der Region für Elektro-Autos erforderlich. Aber dann sind halt immer noch zu viele Autos auf der Straße.“ Penzbergs Bürgermeisterin Elke Zehetner sah einen Anfang darin, dass die Stadt zum 100. Geburtstag der Stadterhebung ihren Bürgern heuer „100 neue Bäume geschenkt“ hat.

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Im vergangenen Jahr hatte der Klima-Frühling seine Premiere gefeiert. Damals lockten die rund 70 Veranstaltungen mehr als 2000 Besucher an. Heuer gibt es für die Interessierten bis zum 7. April unter anderem 31 Workshops und Mitmach-Aktionen – viele davon an Schulen in der Region. 14-mal wird ein Klima-Kino angeboten. Sieben Ausstellungen sowie 48 Vorträge und Diskussionsrunden begleiten den Klima-Frühling. Zudem werden 23 Exkursionen organisiert – viele zu Anlagen, die auf erneuerbare Energien setzen. Das Walchenseekraftwerk ist beispielsweise eines der Ziele. Insgesamt sind die Themen breit gefächert: Es geht um (Elektro-)Mobilität, um umweltverträglichen Tourismus, den öffentlichen Nahverkehr oder um Plastikfrei-Initiativen. Doch auch eine Aktion zu „klimafreundlichem Essen“ ist mit dabei.

Das Schlusswort am Donnerstag hatte Schüler Sandro Thiele: „Das Wichtigste ist, dass sich jeder einzelne an der eigenen Nase packt und schaut, was er selbst für die Umwelt tun kann.“

Den Veranstaltungskalender gibt es auf www.klimafrühling.com

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