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Freut sich auf seine neue Aufgabe: Pater Reinhard Gesing, hier neben der Don-Bosco-Büste im Kloster Benediktbeuern. 

Klosterdirektor Gesing wird Provinzial

„Ich werde Benediktbeuern vermissen“

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Benediktbeuern - Diese Nachricht kam überraschend: Pater Reinhard Gesing, erst seit gut einem Jahr Klosterdirektor in Benediktbeuern, wird Deutschlands oberster Salesianer. Die Glückwünsche kommen von allen Seiten.

„Ich bin sehr gerührt über das große Vertrauen, das mir meine Mitbrüder entgegenbringen“, sagt Pater Reinhard Gesing. Im August 2017 wird der 54-Jährige nach München wechseln, um dort sein neues Amt als Provinzial der Deutschen Provinz anzutreten. Gesing ist dann verantwortlich für die Entwicklung der Ordensgemeinschaft in Deutschland. Sie zählt 260 Salesianer und rund 2000 Angestellte in den verschiedenen Einrichtungen des Ordens.

Um das Amt des Provinzials kann man sich nicht bewerben. Laut Gesing ist die Neubesetzung ein „längerer Prozess“, begleitet von Gesprächen und Gebeten. Im Laufe dieses Prozesses darf jeder Salesianer drei Namen auf ein Blatt Papier schreiben, dazu eine kurze Begründung, warum er diese Kandidaten für geeignet hält. Die Briefe gehen an den Regionaloberen nach Rom, der sie auswertet und dem Generalrat des Ordens vorlegt. Dieses Gremium diskutiert dann erneut. „Vergangene Woche kam der Anruf des Generaloberen aus Rom, ob ich dieses Amt übernehmen würde“, berichtet Gesing. Er sei überrascht und berührt gewesen. Nach einer kurzen Bedenkzeit habe er zugestimmt.

Die Aufgaben, die in München auf ihn warten, sind vielfältig – und groß. „Ich möchte diesen Auftrag im Geiste Don Boscos erfüllen“, sagt der 54-Jährige. Der Orden unterhält zahlreiche Einrichtungen für junge Menschen, „für die wir gemäß unserer Berufung Sorge tragen“, sagt Gesing. Zusammen mit seinen Mitarbeitern und den Gremien werde er sich „bestmöglich für die jungen Menschen einsetzen“. Zugleich möchte Gesing den Boden bereiten, „mit authentischer Lebensweise im Geist des Evangeliums“ die Freude an dieser Berufung zu wecken und Menschen für ein Leben im Orden zu begeistern.

Reinhard Gesing stammt aus dem Münsterland und studierte von 1985 bis 1992 Theologie und Soziale Arbeit an den Hochschulen in Benediktbeuern. 1992 wurde er auch zum Priester geweiht. Nach verschiedenen beruflichen Stationen in seinem Ordensleben kam er 2005 nach Benediktbeuern zurück. Im August 2015 trat er die Nachfolge von Pater Claudius Amann an.

„Ja, ich habe in Benediktbeuern Wurzeln geschlagen, und dieser Ort ist mir zu einer zweiten Heimat geworden“, sagt Gesing. Er fühle sich hier sehr wohl. „Das Kloster ist mir ein sehr vertrauter Ort, und ich werde ihn vermissen.“ Gleichwohl, sagt Gesing, sei München ja nicht weit weg. „Ich werde sicher öfters hierher kommen können.“

Viele Menschen aus Benediktbeuern und Umgebung gratulieren Gesing in diesen Tagen. „Darüber freue ich mich sehr“, sagt der Pater, den viele vor allem wegen seiner ruhigen, unkomplizierten Art schätzen.

Im Kloster Benediktbeuern leben derzeit 35 Salesianer. Wer Gesings Nachfolger wird, entscheidet sich in einem ähnlichen Prozess wie eingangs beschrieben – nur, dass die Entscheidung nicht in Rom, sondern in München gefällt wird. Beginn ist nach Weihnachten. Gesing rechnet nicht damit, dass eine Entscheidung schon im Februar feststehen wird. „Ich denke, es wird Frühjahr.“ Der Nachfolger kann, muss aber nicht aus Benediktbeuern kommen.

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