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Kocht doppelt wirklich besser? Benediktbeuerer Ehepaar treten bei Sat.1-Kochshow an

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Von: Felicitas Bogner

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Ludwig und Monika Triebenbacher vor den Dreharbeiten.
Ludwig und Monika Triebenbacher vor den Dreharbeiten. © Triebenbacher

Monika und Ludwig Triebenbacher machen bei Sat 1-Kochformat „Doppelt kocht besser“ mit. Dabei waren Kochkünste gleichermaßen gefragt wie eine funktionierende Kommunikation des Paars.

Benediktbeuern – Kocht doppelt tatsächlich besser oder verderben mehrere Köche den Brei? Das kann man an diesem Donnerstag bei dem neuen Sat 1-Kochformat am Beispiel des Benediktbeurer Ehepaars Triebenbacher erfahren. Die Krux an dem Fernsehwettbewerb ist, dass am TV-Herd keine Profis stehen, sondern Protagonisten, die normalerweise nie den Kochlöffel schwingen. Mittels einem Knopf im Ohr bekommt jeder von seinem Partner die Anleitung, ein Gericht zu kreieren. Um welches Gericht es sich handelt, erfahren die Teilnehmer erst kurz zuvor. Die Partner, die die Kochtipps geben, haben dafür allerdings auch kein Rezept.

Insgesamt treten drei Paare gegeneinander an. Eines davon sind Ludwig und Monika Triebenbacher aus Benediktbeuern. Er kocht, sie leitet an. Am Ende soll es ein Mailänder Schnitzel mit Kartoffelgnocchi in Tomatensoße auf dem Teller sein. Aber: „Mein Mann kann überhaupt nicht kochen, und ich habe das Gericht noch nie gegessen“, sagt Monika Triebenbacher und lacht. Sie selbst ist allerdings eine wahre Meisterin in der Küche. Immerhin hat die 42-Jährige bereits 2015 bei der TV-Backshow „Das große Backen“ gewonnen.

Monika Triebenbacher gewann 2015 schon „Das große Backen“

„Ich habe schon als Kind gerne mit meiner Mutter gekocht und gebacken. Sie war immer mein Vorbild. Da ich auf einem kleinen Hof in Tschechien aufgewachsen bin, war es ganz normal, viele Produkte, wie beispielsweise Käse, selbst herzustellen“, berichtet Triebenbacher. Später habe sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht und als solche auch in Deutschland zwei Jahre gearbeitet. „Da habe ich Erfahrung in großen Küchen gesammelt.“

Mittlerweile arbeitet Triebenbacher im Büro ihres Mannes, der Geschäftsführer von „Byenergie“ ist. „Aber ich koche eigentlich täglich für meine Familie.“ Die besteht neben dem Ehepaar noch aus Tochter Anna (18) und Sohn Ludwig (14). „Ich habe eine schöne Küche mit hochwertiger Ausstattung, da macht das Kochen dann einfach Spaß“, meint die Chefin am Herd. Dass der Familienvater wenigstens mal ein schnelles Spiegelei in die Pfanne haut, ist allerdings absolut undenkbar. „Ich habe tatsächlich noch nie wirklich gekocht“, gesteht der Hausherr. Wenn seine Frau mal nicht kochen kann, esse er bei seiner Mutter oder gehe in ein Restaurant. „Das Maximum an Kochen ist bei mir, dass ich mir Wiener warm mache oder was in die Mikrowelle gebe“, fügt er lachend hinzu.

Ludwig Triebenbacher: „Ich habe noch nie wirklich gekocht“

Das Aufwendigste, das er je selbst in der Küche kreiert habe, ist ein Bratapfel. „Das habe ich gemacht, als ich meine Frau ganz frisch kennengelernt habe.“ Mittlerweile sind die beiden seit 22 Jahren verheiratet. Mit diesem geringen Wissensstand, was Kochlöffel und Co. betrifft, am Herd stehen, während einem mehrere Fernsehkameras begleiten, sei für ihn kein Problem gewesen: „Es war schon aufregend, aber am Set war eine super Atmosphäre und man hat von dem ganzen Drumherum wenig mitbekommen“, schildert er den knapp neunstündigen Drehtag Anfang Mai. Der Geschäftsmann glaubt, dass es für den TV-Wettbewerb von Vorteil gewesen sei, dass er wirklich gar nicht kochen kann. „Ich habe so einfach das gemacht, was meine Frau mir gesagt hat, ohne darüber nachzudenken.“ Denn: „Wenn ich ein bisschen kochen könnte, wäre ich vielleicht auf eigene Ideen gekommen, was es verkompliziert hätte.“ Nur die Zeit von 45 Minuten für die Zubereitung habe ihm zu schaffen gemacht. „Da bin ich ins Schwitzen gekommen.“

In diesem Fernseh-Küchenstudio stand Ludwig Triebenbacher hinter dem Herd.
In diesem Fernseh-Küchenstudio stand Ludwig Triebenbacher hinter dem Herd. © Triebenbacher

Seine Frau ist stolz auf ihn: „Die meisten Schritte hat er genauso ausgeführt, wie ich es gesagt habe.“ Dabei sei er sogar über seinen Schatten gesprungen. „Beim Gnocchi formen habe ich mich vor diesem klebrigen Teig geekelt. So was fasse ich wirklich nicht gerne an.“ Dennoch bleibt das Bild vom Loisachtaler Heizöl-Händler Ludwig Triebenbacher in gelber Kochschürze an den Herdplatten ein einmaliges. „Ich habe durch unsere Teilnahme jetzt wahrlich kein neues Hobby entdeckt“, ist der Benediktbeurer überzeugt. Wie gut er sich gegen die beiden anderen Köche geschlagen hat, bleibt bis zur Ausstrahlung am 28. Juli um 19 Uhr auf Sat 1 ein Geheimnis.

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