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Glückwunsch für den Dirigenten: Christian Fröhlich leitete das Orchester mit Musikern des Bayerische n Staatsorchesters beim Eröffnungskonzert in der Basilika. 

Konzertreihe „Musik im Pfaffenwinkel“

Auftakt nach Maß

Mit einem Konzert in der kühlen Kirche hat an einem heißen Frühsommertag die Konzertreihe „Musik im Pfaffenwinkel“ in der Basilika des Klosters Benediktbeuern begonnen. Den Sommer über, bis in den Advent hinein, stehen wieder hochkarätige Konzerte in einigen der schönsten Kirchenräume des Pfaffenwinkels auf dem Programm.

Benediktbeuern Im Zentrum dieser vom Verein „Musik im Pfaffenwinkel“ initiierten Reihe steht der „Gemischte Chor im Pfaffenwinkel“ mit rund 70 Mitgliedern, der bei fünf von insgesamt sechs Konzerten mitwirken wird.

Am Anfang des Nachmittagskonzerts am Sonntag stand ein Werk des späten 19. Jahrhunderts aus Frankreich auf dem Programm: Das Requiem op. 48 von Gabriel Fauré. Es ist wohl das bekannteste Werk des Komponisten, abwechslungsreich und voll von schönen melodischen Einfällen. Als Kirchenmusiker wusste Fauré, dass der Mensch, im Angesicht des Todes alle Gefühlslagen durchlebt – vom hilflosen Stammeln bis zu Zorn und Verzweiflung. Aber auch Sanftmut und Ruhe gehören zu diesen Empfindungen. Das alles hat Gabriel Fauré in seinem Werk vereint und so ein sehr dramatisches, aber auch tröstliches Requiem verfasst, das der künstlerische Leiter der Musik im Pfaffenwinkel, Christian Fröhlich, gefühlvoll und eindringlich dirigierte. Das Orchester, das aus Musikern des Bayerischen Staatsorchesters bestand, und der Chor bildeten ein erfreulich homogenes Klangbild. Dynamische Wendungen im Stück konnten sie jederzeit überzeugend umsetzen und die Blechbläser mischten, so wie vom Komponisten vorgesehen, effektvoll eine dramatische Klangfarbe ins Spiel.

Wunderbar waren auch die beiden Solisten vom Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Anna El-Kashem, geboren in Sankt Petersburg, und Johannes Kammler aus Augsburg bestritten ihre Parts mit viel Gefühl und überzeugenden Stimmen.

Nicht weniger als das Requiem begeisterte das Publikum auch die zweite Symphonie von Johannes Brahms. Diese Symphonie mit ihrem heiteren Grundton, wurde bereits 1877 bei ihrer Uraufführung in Wien begeistert aufgenommen und hat seither nichts von ihrer Beliebtheit verloren.

Den Musikern gelang es hervorragend, auch in der besonderen Akustik des Kirchenraums, für eine klare Klangentfaltung zu sorgen, in der feinere Motive gut zu vernehmen waren. Besonders mit dem mitreißenden letzten Satz konnten sie das Publikum fesseln.

Es war ein gelungener Auftakt für diese wunderbare Reihe, die immer wieder große klassische Musik in eine ländlich geprägte Umgebung bringt.

Das nächste Konzert findet am 2. Juli in der Wieskirche statt. (Heribert Riesenhuber)

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