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Kein Durchkommen: Die Unterführung an der neuen Eisenbahnbrücke bei Benediktbeuern steht unter Wasser – sehr zum Ärger von Radfahrern und Fußgängern.

Kein Durchkommen

Land unter an Bahnunterführung in Benediktbeuern

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Seit Monaten ist es nicht möglich, vom Gewerbegebiet am Benediktbeurer Mondscheinweg ins Loisach-Kochelsee-Moos zu gelangen – weder für Landwirte noch für Fußgänger oder Radfahrer. Grund sind die Bauarbeiten der Deutschen Bahn.

Benediktbeuern Seit Monaten ist es nicht möglich, vom Gewerbegebiet am Benediktbeurer Mondscheinweg ins Loisach-Kochelsee-Moos zu gelangen – weder für Landwirte noch für Fußgänger oder Radfahrer. Grund sind die Bauarbeiten der Deutschen Bahn. Zwar können Züge die neue Brücke überqueren, doch in der Unterführung staut sich beträchtlich Wasser. Und das schafft Probleme.

Die Deutsche Bahn hatte die Strecke im Loisachtal im vergangenen Jahr für mehrere Millionen Euro saniert. Unter anderem wurden Brücken erneuert. Allerdings wurden nicht alle Arbeiten fertig. „Die Baumaßnahme zur Erneuerung dieser Eisenbahnbrücke ist noch nicht abgeschlossen“, schreibt ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Nachfrage des Tölzer Kurier. Warum man nicht fertig wurde, dazu gibt es keine Antwort.

Bauer klagt: „Wir müssen durch diese Unterführung, um zu unseren Flächen zu kommen“

Immerhin, so der Sprecher, sei es möglich, dass die Züge diese Stelle passieren könnten. „Sofern es die Witterung erlaubt, sollen die Arbeiten an der Straße noch in diesem Monat weitergeführt werden. In diesem Zuge soll dann auch die Entwässerung erstellt werden“, so der Sprecher weiter. Eine Auskunft, wann die Brücke definitiv fertig sein soll, gibt es nicht. Die Bahn hat die Unterführung seit Monaten gesperrt.

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Doch Landwirte, Anlieger und Ausflügler sind es leid, dass es so lange dauert. „Wir müssen da durch, um zu unseren Flächen im Moos zu gelangen“, sagt Franz Petzold jun., Vorsitzender der Ortsgruppe des Bayerischen Bauernverbands. Der Umweg übers Klosters sei beträchtlich, noch dazu, wenn dort viel los sei: „Das ist weder für uns noch für die Autofahrer, Radfahrer oder Spaziergänger schön“, sagt Petzold. Das Wasser in der Unterführung stehe bis zu einem halben Meter hoch. „Mit dem Bulldog kommt man schon durch, aber für die Maschinen ist es halt nicht gut.“

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Auch Radfahrer und Fußgänger ärgern sich über die Situation. Weil sich neben der Unterführung eine neue, breite Treppe hoch zum Bahndamm befindet, gehen die Leute jetzt übers Gleis. Ein Anwohner berichtet, dass deshalb ein Zug schon eine Notbremsung einlegen musste. Die Bahn kann das weder bestätigen noch dementieren. „Bei der Treppe am Bahndamm handelt es sich um eine Notfalltreppe für den Fall, dass ein Zug auf der Brücke oder dem Bahndamm evakuiert werden muss“, teilt der Bahnsprecher mit. Das Überschreiten von Gleisen sei verboten. „Es gilt als gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr und wird bestraft.“ 

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Für Spaziergänger ins Loisach-Kochelsee-Moos stünden „die jeweils nur wenige hundert Meter“ entfernten Bahnübergänge in Ried oder an der Fraunhoferstraße am Kloster zur Verfügung.

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