An der Marienkirche in Benediktbeuern wird gerade einiges saniert.
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An der Marienkirche in Benediktbeuern wird gerade einiges saniert.

Renovierungsarbeiten in den Gotteshäusern in Benediktbeuern und Kochel

Kirchturmglocken der Marienkirche werden leiser

  • Christiane Mühlbauer
    VonChristiane Mühlbauer
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Die Pfarreiengemeinschaft im Loisachtal ist in diesem Sommer mit einigen Renovierungsarbeiten in drei Gotteshäusern beschäftigt. Betroffen sind die Basilika und die Marienkirche in Benediktbeuern sowie die Michaelskirche in Kochel.

Benediktbeuern/Kochel am See – Umfangreich sind vor allem die Renovierungsarbeiten in der Marienkirche in Benediktbeuern. Sie wurde Mitte der 1960er-Jahre erbaut und steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Erstmals nach der Erbauung muss nun der Kirchturm instand gesetzt werden. Die Arbeiten sind aufwändiger als gedacht, berichtet Pfarrer Pater Heiner Heim auf Nachfrage des Tölzer Kurier. Bei den Arbeiten am Kupferdach wurde festgestellt, dass auch der Unterbau aus Holz zum Teil erneuert werden muss. „Es war Feuchtigkeit im Gebälk“, berichtet der Pfarrer.

Schallbretter werden überarbeitet

Außerdem müssen auch die Schallbretter bei den Glocken überarbeitet werden. „Der Schall muss nach neuen Vorschriften reguliert werden“, sagt der Pfarrer. Die Richtwerte seien in den vergangenen Jahren strenger geworden. Vermutlich werde man das Geläut nach Abschluss der Renovierung „nicht mehr so weit hören“, sagt der Pfarrer. Im Klosterdorf habe es jedoch nie gravierende Klagen über zu laute Glocken gegeben, der Pfarrer spricht von „vereinzelten Beschwerden“.

Die Arbeiten sollen in sechs bis acht Wochen abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 450 000 Euro. 60 Prozent davon übernimmt die Diözese Augsburg, 40 Prozent muss die Kirchenstiftung selbst finanzieren. „Spenden sind immer willkommen“, sagt der Pfarrer.

Taubennetze wurden gespannt

Auch an der Basilika wurde in den vergangenen Wochen gearbeitet. Hier wurden auf der Südseite – also im Bereich zum kleinen Innenhof am Kloster – die Fenster neu gestrichen und Taubennetze gespannt. „Die Tiere haben sich immer in die Simse gesetzt“, berichtet der Pfarrer. Taubenkot ist giftig. Die Vögel waren in den vergangenen Jahren an der Basilika zur Plage geworden. Wie berichtet, zogen Fassadenkletterer letzten Herbst Netze vor den 32 Schallfenstern der Glockentürme auf.

Butzenscheiben und Bleiverglasung renovieren

Auch in der Kochler Michaelskirche wird in diesem Sommer gearbeitet. Hier müssen die sechs Sakristeifenster mit den Butzenscheiben und der Bleiverglasung renoviert werden. Kosten: rund 32 000 Euro. „Die Bleifassung ist brüchig geworden“, sagt der Pfarrer. Zur Sicherung werden davor Schutzscheiben angebracht. „Die Arbeiten sind schon in Auftrag gegeben.“ Während der Bauarbeiten könne man die Gottesdienste aber wie gewohnt durchführen, so der Pfarrer.

Auch in St. Michael bereiteten die Glocken in jüngster Zeit Probleme. „Beim Einläuten der Gottesdienste fielen gelegentlich die Motoren aus“, sagt der Pfarrer. Grund sei eine veraltete Sicherung. Nun will man die gesamte elektronische Schalttechnik erneuern. Das kostet gut 11 000 Euro. Auch hier würde man sich über Spenden aus der Bevölkerung freuen.

Weitere Infos

Spenden für die Renovierungsarbeiten in den Gotteshäusern können auf folgendes Konto eingezahlt werden: Katholische Kirchenstiftung St. Benedikt, Sparkasse Benediktbeuern, IBAN: DE07 7005 4306 0190 0038 63

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