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Der Eingang z um Maierhof: Rund 84 000 Gäste besuchten vergangenes Jahr das Zentrum für Umwelt und Kultur. 

ZUK plant Umbau

Maierhof-Gäste haben es bald bequemer

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Das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) braucht mehr Platz für Tagungsgäste. Deshalb wird der Selbstversorgerbereich im Maierhof verlegt. Die Arbeiten sollen im Herbst beginnen.

Benediktbeuern– Rund 84 000 Gäste besuchten im vergangenen Jahr das ZUK, wurde vor Kurzem bei der Jahresversammlung des Trägerverbunds bekannt gegeben (wir berichteten). Fast 60 000 sind Tagesgäste, die Ausstellungen und Gärten besuchen. Viele Besucher kommen jedoch auch von auswärts, um zum Beispiel an Tagungen oder mehrtägigen Veranstaltungen teilzunehmen. Und hier geht die Tendenz eindeutig zur Buchung von Doppelzimmern, so ZUK-Rektor Pater Karl Geißinger. „Schlafsäle sind nicht mehr so gefragt.“

Deshalb hat sich das ZUK entschlossen, den Schlafsaal mit einem Acht-Bett-Zimmer aus dem Nordtrakt des Maierhofs zu verlegen und daraus sieben Doppelzimmer mit jeweils einem Bad zu machen. Laut Geißinger lässt sich das relativ problemlos machen. „Man muss dafür nicht in die historische Bausubstanz eingreifen“, sagte Geißinger nun im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Gespräche mit den Denkmalschützern seien sehr positiv verlaufen. Derzeit würde noch Brandschutz und Statik untersucht, „aber auch hier sieht es recht gut aus“.

Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 300 000 Euro. Das ZUK freut sich, dass auch die Finanzierung gesichert ist. Denn eine Abteilung von BMW, die dem Förderkreis angehört, hat zugesichert, den Umbau zu übernehmen und dafür zu spenden. „Darüber sind wir natürlich sehr froh“, sagt Geißinger dankbar.

Der Umbau soll nach dieser Sommer-Saison beginnen, vermutlich im Oktober. Veranschlagt sind sechs Monate Bauzeit. „Die grobe Planung steht“, so Geißinger. Sie wird demnächst bei der Versammlung der Freunde und Förderer des ZUK vorgestellt.

Der Selbstversorgerbereich wird in den Westtrakt verlegt, und zwar in die Nähe der Tagungsräume. „Dort haben wir noch Kapazitäten frei“, sagt der Pater. Die Verlegung der Mehrbettzimmer habe auch den Vorteil, dass sich dort schon die Betreuerzimmer für Lehrer befinden, die mit ihren Schulklassen ins ZUK kommen. Dort gibt es Platz für bis zu 80 Personen, einen Speiseraum und ein Stüberl. Und es gibt noch einen Vorteil: „Durch die Verlegung werden Doppel- und Mehrbettzimmer-Bereich komplett voneinander getrennt“, sagt Geißinger, denn „derzeit liegt der Schlafsaal über dem Bereich für die Tagungsgäste, und da gibt es durchaus mal Klagen über Lärmbelästigungen.“

Im ZUK ist man ansonsten mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden – auch in punkto Mitarbeiter. Wie Pater Heiner Heim, der Vorstandsvorsitzende des Trägerverbunds, bei der Jahresversammlung berichtete, hat es 2016 einen größeren Gesprächsprozess gegeben. „Es war ein wichtiger Erfahrungsaustausch zwischen Vorstand und Mitarbeitern.“ Die Aussprache sei „offen und fair“ erfolgt, es wurde „vieles geklärt und bereinigt“. Laut Jahresbericht hat das ZUK fast 30 hauptamtliche Mitarbeiter, hinzu kommen etwa ebenso viele ehrenamtliche und freie Mitarbeiter sowie die ZUK-Senioren. Drei junge Erwachsene absolvieren das Freiwillige Ökologische Jahr, vier das Freiwillige Soziale Jahr. 2016 gab es über 1000 Veranstaltungen, unter anderem auch Umweltbildung mit Flüchtlingen. Gut nachgefragt werden das Vater-Kind beziehungsweise Mutter-Kind-Wochenende. Dieses Angebot wird heuer ausgebaut. Es ist ein betreutes Erlebnis-Wochenende in der Kochelsee-Hütte. Es gibt gemeinsame Unternehmungen für Eltern und Kinder beziehungsweise getrennt voneinander. Dabei wird die Beziehung vertieft, die Perspektive des Anderen kennengelernt und das Konsumverhalten hinterfragt.

Die Termine stehen im Internet auf www.zuk-bb.de.

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