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Auf einer Tour durchs Loisachtal

Mit Rad falsch abgebogen: Suche nach 87-jährigem Germeringer 

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Weil er falsch abbog, verlor eine Germeringerin ihren Mann auf einer Radtour bei Kochel aus den Augen. Da er nicht mehr auftauchte, rückte die Polizei schließlich zur Suche aus.

Kochel/Benediktbeuern -  Es war am  Montag, als  das ältere Ehepaar aus Germering  gegen Mittag mit ihren E-Bikes von Sindelsdorf aus zu einer Tour durch das Loisachtal aufbrach. Gegen 13.30 Uhr bog der 87-jährige Germeringer unvermittelt auf Höhe von Rettenbach (Gemeinde Benediktbeuern) falsch nach links in einen Weg ab. 

Die 85-jährige Ehefrau konnte nach Angaben der Polizei nicht folgen. Stattdessen setzte sie den geplanten Weg bis Kochel am See fort. Möglicherweise, weil sie dachte, ihr Mann werde umkehren und sie einholen. In Kochel wartete sie allerdings vergeblich auf ihren Gatten. Als einige Zeit verstrichen war,  rief die Frau aus Sorge schließlich bei der Integrierten Leitstelle an und meldete ihren Mann als vermisst.

„Nach Verständigung der Polizei rückten sofort vier Streifen aus und suchten entlang der geplanten Strecke nach dem verschollenen Radler“, berichtet der Kochler Polizeichef Steffen Wiedemann. Und diese Suchaktion nahm ein glückliches Ende: Die Beamten entdeckten recht schnell den sehr erschöpften 87-Jährigen genau an der Gabelung, an der er falsch abgebogen war. Der Germeringer hatte sich an einer Wasserrinne festgefahren und war gestürzt. Dabei hatte er sich glücklicherweise aber keine Verletzungen zugezogen.

Allerdings konnte der Mann nach seinem Sturz erst einmal nicht aufstehen. Nachdem er eine halbe Stunde auf dem Weg gelegen hatte, gelang es ihm aber schließlich, sich aufzurichten und das Rad bis zur Abzweigung zurückzuschieben. 

Aufgrund der Erschöpfung hatte der 87-Jährige den Weg zurück nach Sindelsdorf aber offenbar nicht mehr geschafft. Deshalb wartete er an der Abzweigung. „Er wurde von den Beamten samt Rad zu seinem abgestellten Pkw gebracht und der sehr erleichterten Ehefrau ohne Blessuren übergeben“, so Wiedemann.

Lesen Sie auch: Nach Gleitschirmunfall auch noch zu Fuß in Absturzgefahr geraten

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Balk

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