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Neue Gastwirte in Benediktbeuern und Jachenau

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Von: Christiane Mühlbauer

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Stoßen auf die Wiedereröffnung an: (v. li.) Maximilian Dengler (Brauhaus Tegernsee), Antonia Soares, Ermerson und Hans Pohl (Wirtsleute), Christian Wagner (Geschäftsführer Brauerei) und Dominik Salzer (Brauhaus Tegernsee). © arp

Nach gut einem Jahr Leerstand hat das Brauhaus Tegernsee neue Pächter für das Gasthaus Post in Benediktbeuern gefunden: Hans und Ermerson Pohl ziehen von der Jachenau ins Loisachtal. Auch für das dortige „Schützenhaus“ gibt es Nachfolger.

Benediktbeuern/Jachenau – In wenigen Wochen kehrt wieder Leben in die „Post“ ein: Hans und Ermerson Pohl verlassen das „Schützenhaus“ in der Jachenau und übernehmen die Traditionswirtschaft in Benediktbeuern. Am gestrigen Dienstag unterschrieben die Pächter den Vertrag mit dem Brauhaus Tegernsee, dem die Immobilie gehört, und klärten noch letzte Details. Dann luden sie zum Pressegespräch ein, zu dem auch Bürgermeister Toni Ortlieb kam.

Ende April oder Anfang Mai möchten die neuen Wirtsleute mit dem Betrieb starten. In den vergangenen Monaten hätten etliche Interessenten die „Post“ besichtigt, aber man habe jemanden gesucht, „mit dem alles passt“ und der in der Lage sei, „das Haus zu bespielen“, sagte Christian Wagner, Geschäftsführer der Brauerei Tegernsee. Die Pohls übernehmen alles – also auch den großen Saal, die ehemalige Eisdiele und die elf Fremdenzimmer. Das Ehepaar wird im Obergeschoss wohnen.

„Wir haben nach einer neuen Herausforderung gesucht“, sagte Hans Pohl. Wie berichtet, hatte es im Herbst in der Küche des „Schützenhauses“ einen Schwelbrand gegeben. An Silvester brachte der Lebensgefährte von Ermersons Mutter Antonia Soares die „Post“ ins Spiel. „Ich hatte mir das Haus vorher schon mal angeschaut, aber damals noch Sorge, denn es ist schon sehr groß.“

Hans Pohl (51) stammt gebürtig aus Hessen, wuchs in der Gastronomie auf, ist gelernter Koch und betrieb 18 Jahre lang das „Schönstüberl“ in München-Giesing. Sein Mann Ermerson (27) stammt aus Brasilien, ist gelernter Hotelfachmann und wird sich ums Büro, die Fremdenzimmer und auch ums Bedienen kümmern. Das Ehepaar möchte mit den bewährten Bedienungen, die in den vergangenen Jahren in der „Post“ arbeiteten, gerne zusammenarbeiten. Von ihnen gebe es bereits „tolle Signale“, sagte Christian Wagner.

Die Wirtsleute wollen bayerische und deutsche Küche anbieten. „Regionale Lebensmittel sind uns wichtig“, sagte Pohl. Offen ist hingegen noch die Zukunft der Eisdiele. Es gebe derzeit keine Pläne, diese wieder zu eröffnen

Das Gebäude, dessen Geschichte bis ins Jahr 1517 reicht, steht unter Denkmalschutz. Die Brauerei sei bemüht, es in einem guten Zustand zu erhalten, und werde in der Küche und in den Zimmern „einiges überarbeiten“, kündigte Wagner an.

Bürgermeister Toni Ortlieb begrüßt die Wiedereröffnung. „Die Gemeinde ist glücklich, wenn wieder Leben am Dorfplatz herrscht.“ Zudem brauche man Fremdenzimmer: nicht nur für Touristen, sondern auch für Teilnehmer von Veranstaltungen im Kloster oder für Geschäftsreisende. Nicht zuletzt spiele die „Post“ auch bei der geplanten Dorferneuerung eine Rolle.

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Gute Nachrichten gibt es auch aus der Jachenau: Denn für das „Schützenhaus“ wurde schon eine Nachfolgerin gefunden. Es handelt sich um die Jachenauerin Martina Riesch, die acht Jahre lang das „Liftstüberl“ im Ortsteil Mühle betrieb. „Wir freuen uns, rasch eine Lösung gefunden zu haben“, berichtet Josef Orterer im Namen der Ortsvereine, denen das „Schützenhaus“ gehört.

Der Brandschaden sei so gut wie behoben. „Die Abwicklung mit der Versicherung zieht sich noch, aber das ist normal.“ Das Dorfschießen nächste Woche könne auf jeden Fall stattfinden. Martina Riesch, deren Onkel Martin Freiberger schon Wirt im „Schützenhaus“ war, wird mit einem Jachenauer Koch und einem Team den Betrieb aufnehmen. Der Termin steht noch nicht genau fest, wird aber bald bekannt gegeben, so Orterer.

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