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Den kirchlichen Segen spendeten Pfarrer Pater Heiner Heim (Foto) und sein evangelischer Kollege aus Penzberg, Julian Lademann. Pfarrerin Antonia Janßen ist derzeit in Urlaub.

Gästepark Benediktbeuern

Neuer Spielplatz eingeweiht: Kinder sind kaum zu bremsen

Das Ganze hat Jahre gedauert. Und es hat viel Ärger und Probleme verursacht. Aber am Samstag wurde der neue Spielplatz im Benediktbeurer Gästepark nun endlich eingeweiht – und die Kinder finden ihn richtig klasse.

Benediktbeuern Manche hielten es einfach nicht aus. Sitzenbleiben, bis Bürgermeister Hans Kiefersauer seine Rede gehalten und Pfarrer Heiner Heim seinen Segen gespendet hat? Undenkbar. Wo doch die Rutsche so verlockend in der Sonne glänzte. Und die Wasserpumpe ganz dringend ausprobiert werden musste. Und wie schaukelt es sich eigentlich auf dem dicken Tau? „Das gefällt mir am besten. Weil man da zu zweit drauf kann“, sagte Helena. Die Sechsjährige aus Bichl war eine von den vielen Kindern, die den neuen Spielplatz längst in Betrieb genommen hatten, während die Erwachsenen noch darüber redeten.

Kiefersauer ging in seiner Rede nochmal in aller Kürze auf den steinigen Weg ein, der beschritten wurde, damit aus dem maroden alten Spielplatz ein neues Erlebnis-Gelände werden konnte. Die Diskussionen im Gemeinderat zogen sich über mehrere Jahre, stets verknüpft mit dem geplanten Projekt zur Sanierung des Gästeparks.

Nun wurde also zuerst der Spielplatz gemacht – und Kiefersauer zeigte sich am Samstag sehr zufrieden: „Ich wollte keinen gefrästen Plastik-Einheitsspielplatz.“ Die Anlage sollte in der Region „ein Alleinstellungsmerkmal“ werden und die Landschaft des Loisachtals widerspiegeln: mit ihren Kiesbänken, Flüssen, Bergen und Wäldern. Und so wird die zweigeteilte Anlage (ein umzäunter Kleinkinderbereich sowie ein Areal für ältere Kinder) von einer großen Sandfläche beherrscht, in der eine breite Rutsche und eine Matschlandschaft eingearbeitet sind. Dazu gibt es ein Spielhäuschen und Klettermöglichkeiten.

Wie Planer Wolfgang Robl aus Murnau erläuterte, wurden ausschließlich unbehandelte, einheimische Hölzer und Edelstahl verwendet. Das garantiere eine gewisse Langlebigkeit der Geräte. Trotzdem appellierte er an die anwesenden Kinder, sorgsam damit umzugehen. „Es ist Eure Anlage. Ihr müsst auch darauf aufpassen.“

Insgesamt kostete der Spielplatz inklusive der Planungskosten laut Kiefersauer 65 000 Euro brutto. „Das ist kein Pappenstiel für die Gemeinde.“ Aber: „Unsere Kinder, die ja unsere Zukunft sind, waren uns diesen Einsatz wert“, sagte Kiefersauer und bedankte sich für die „enorme Spendenbereitschaft“ von Seiten der Bevölkerung und von Firmen. „21 290 Euro sind bis heute zusammengekommen.“

Bezüglich des restlichen Gästepark-Areals sagte Kiefersauer, dass dessen Umgestaltung vermutlich 2018 angepackt werde; unter anderem sollen die Wege barrierefrei werden, eine WC-Anlage gebaut und weitere Spielgeräte aufgebaut werden.

Franziska Seliger

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