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Leidenschaft für Barockmusik: Andrea Fessmann leitet das neue Barockorchester.

Junge Musiker, historische Instrumente

Neues Barockorchester stellt sich vor

Es gibt ein neues Barockorchester, gegründet von einer gebürtigen Tölzerin. Andrea Fessmann vereinte junge Musiker zu „Munich Baroque“. In der Benediktbeurer Basilika stellt sich das Ensemble am Sonntag, 16. Juli, zum ersten Mal in einem Konzert der Öffentlichkeit vor.

Benediktbeuern– Fessmann leitet seit 2011 die „Iffeldorfer Meisterkonzerte“, für die sie Größen wie die Violinistin Isabelle Faust oder den Schauspieler Bruno Ganz gewinnen konnte. Weshalb sie nun junge Barockmusiker, die historische Instrumente spielen, zusammenbrachte, erklärt sie im Interview.

Frau Fessmann, klären Sie uns über das neue Orchester auf.

Es heißt „Munich Baroque“, um den überregionalen Charakter zu zeigen. Viele der jungen Musiker haben an der Münchner Musikhochschule ihren Master für Barockmusik gemacht. Momentan sind es zwölf Mitglieder, beim nächsten Projekt im Herbst werden es knapp 20 sein. Gespielt wird auf historischen Instrumenten, auch außergewöhnlichen wie Theorbe oder Gambe (Lauten- beziehungsweise Streichinstrument, Anmerkung der Redaktion) und in historischer Stimmung. Das Repertoire ist von Früh- bis Spätbarock angesiedelt. Natürlich werden wir Werke von Bach, Händel oder Telemann aufführen, aber auch heutzutage unbekannte Komponisten spielen, wie beispielsweise Christoph Graupner. Das Orchester kann überall dort engagiert werden, wo Barockmusik gefragt ist.

Die Fülle an Konzertangeboten ist ungeheuer groß. Was hat Sie motiviert, ein neues Barockorchester zu gründen?

Zunächst einmal hat in den vergangenen 30 Jahren eine große Entwicklung für Barockmusik stattgefunden, historische Instrumente gibt es immer mehr, sie werden auch wieder nachgebaut. Zum anderen werde ich den Lassus-Chor München übernehmen, zusätzlich zu meinem Chor in Iffeldorf. Dafür brauche ich ein entsprechendes Orchester. Ich kaufe nicht gerne für jedes Konzert neue Musiker ein. Mit dem eigenen Chor oder Orchester wächst man zusammen. Das, was auf musikalischer Ebene geschieht, wenn man sich kennt, ist etwas ganz Besonderes.

Warum wird sich das junge Orchester auf dem Markt durchsetzen?

Weil es so tolle Musiker sind, die mit Herz und Leidenschaft musizieren! Da bin ich ganz sorgenfrei. Das wird das Publikum selbst merken.

Karten im Vorverkauf

Das erste Konzert des neuen Orchesters „Munich Baroque“ findet am kommenden Sonntag, 16. Juli, in der Benediktbeurer Basilika statt. Die festliche Barockmusik unter dem Titel „Zur Ehre Gottes und zum Ergötzen des Gemüths“ beginnt um 16.30 Uhr. Gäste sind der Bariton Klaus Mertens und der Tenor Martin Petzold. Karten zu 30, 25 oder 18 Euro gibt es bei Christa Clauß unter der Telefonnummer 08856/3695, im Klosterladen Benediktbeuern (Telefon 08857/88110), bei der Buchhandlung Rolles in Penzberg (08856/4344), beim Rundschauverlag Penzberg (08856/9140) sowie bei München Ticket (www.muenchenticket.de).

Birgit Botzenhart

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